Paragames Breda 2009

Durch unsere Teilnahme an mehreren Showdown-Turnieren in diesem Jahr sind wir deutschen Showdown-Spieler jetzt auch international bekannt und wurden zu den Paragames nach Breda in den Niederlanden eingeladen.

Im Rahmen dieser großen Veranstaltung wurden insgesamt 23 Behindertensportarten an 14 verschiedenen Veranstaltungsorten vorgestellt und Wettkämpfe durchgeführt. Und Showdown war eine davon.

Am 09. Oktober machten wir vier deutschen Spieler uns mit unseren drei Betreuern auf den Weg nach Breda. Dort waren wir sehr gut untergebracht. Am nächsten Morgen fuhren wir zu einem College, wo der Wettkampf ausgetragen wurde. Es nahmen 30 Männer und 16 Frauen aus sieben Nationen teil: Niederlande, Schweden, Finnland, Dänemark, Italien, Frankreich und Deutschland.

Um 10.30 Uhr ging es los mit dem Vorstellen der einzelnen Gruppen; es gab 12 Platten in verschiedenen Unterrichtsräumen. Die Schiedsrichter holten die Spieler ab und brachten sie wieder an ihre Plätze zurück.
Sicherlich könnte man beim nächsten Mal bei der Organisation und Zeitplanung etwas verändern, damit nicht manche Spieler stundenlang warten müssen, um dann drei Spiele hintereinander absolvieren zu müssen.

Die deutsche Mannschaft war sehr gut vorbereitet durch ihr Training und hatte diesmal sogar physiotherapeutische Betreuung und zwei Trainer dabei. Das war auch gut so, denn wir mussten am Sonntag auch noch  kämpfen. Und trotz der Beschwerden von Detlef in seinem rechten „Spielarm“ nahm er weiter am Wettkampf teil, spielte eben einfach mit seinem linken Arm, was wirklich Sportsgeist zeigt.

Mittlerweile kennen wir uns in den internationalen Showdown-Kreisen so gut aus, dass wir sagen können: Es war wirklich ein hochkarätig besetztes Turnier. Allerdings waren die Endresultate dann doch überraschend.
Zwar konnte sich bei den Männern tatsächlich Sven van de Wege durchsetzen und einen 1. Platz erkämpfen, jedoch siegte bei den Frauen Stine Skovbon aus Dänemark über Danique van der Kaaij aus dem Gastgeberland.

Ein schöner Abschluss des Turniers war für uns deutsche Spieler, dass Thorsten und Jürgen, die in einer Gruppe spielten, noch gegeneinander antreten mussten. Jeder von ihnen hatte einen Trainer und uns als Publikum zum Daumendrücken. Peter de Cock schaute sich das Spiel ebenfalls an, um zu sehen, was er uns beigebracht hat.

Auch wenn die Spielergebnisse zunächst etwas frustrierend für uns waren, kann jeder Einzelne doch mit seiner persönlichen Leistung zufrieden sein. Schließlich haben wir gegen die Besten des europäischen Showdown gekämpft und sogar recht gut mitgehalten.

Wir haben gemerkt, wie viel weiter uns das regelmäßige Training leistungsmäßig schon gebracht hat und hoffen, dass wir auch bei den nächsten Paragames in zwei Jahren wieder dabei sein werden, gemeinsam mit unseren drei hervorragenden Betreuern, bei denen wir uns noch einmal herzlich bedanken.

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