Veselé Vánoce Praho! = Fröhliche Weihnachten Prag!

Der Showdown-Krimi in Strado am Karpfenteich ist bei allen Beteiligten so gut angekommen, dass unsere tschechischen Sportfreunde dort ganz spontan zu ihrem alljährlichen Prager Weihnachtsturnier eingeladen haben.

Und so machten sich die drei Showdownenthusiasten Reinhard Winkelgrund sowie Andrea und Detlef Vulprecht am 11. Dezember auf den Weg nach Prag, um ein neues Showdown-Abenteuer zu erleben.

Diesmal war alles eine Nummer kleiner und die Atmosphäre etwas familiärer als bei den internationalen Wettkämpfen, an denen deutsche Showdowner nun schon ein paar Mal teilgenommen haben.

In Empfang genommen und liebevoll betreut wurden wir hauptsächlich von Petr Mira mit seiner Freundin Sonja.

Wir waren in einer Pension im Stadtzentrum untergebracht, so dass wir abends am Ankunftstag noch einen kleinen Bummel über den Prager Weihnachtsmarkt machen konnten; das ist natürlich mit einheimischer Begleitung besonders schön.

Tschechische Weihnachtslieder und einige traditionelle Spezialitäten sowie die winterlichen Temperaturen sorgten für vorweihnachtliche Stimmung, wie es sich für einen Besuch in Prag im Dezember gehört.

Am nächsten Morgen fuhren wir nach dem Frühstück gemeinsam mit Petr, Sonja und ihrem Freund Jador mit Metro und Bus zu einer Neubausiedlung, wo einer der beiden Prager Showdown-Clubs sein Domizil hat.

Es handelt sich dabei um eine kleine Parterrewohnung, die der Sportverein gemietet hat. Dort haben die Prager Showdowner ideale Trainingsbedingungen. Die Platte steht in einem separaten Raum, und es gibt sogar eine kleine Küche.

Für ein Turnier gestaltet sich die Sache allerdings schon etwas schwieriger.

Da kommen noch mehr Leute als sonst zusammen, die Platz brauchen und beköstigt werden müssen, weil die Spiele sich über den ganzen Tag verteilen. Für diesen Zweck war es ziemlich beengt, also rutscht man ein bisschen zusammen, und dann hat sogar noch ein Blindenführhund zwischen uns allen Platz.

Vor dem Turnierstart erfolgte eine feierliche Begrüßung. Die Fahnen beider Länder hingen an der Wand, und es wurden nach der Europahymne auch noch beide Nationalhymnen gespielt. Das war ein schöner Einstieg in das sportliche Geschehen.

Es wurde dann in drei Gruppen zu je fünf Teilnehmern, ohne Zeitbegrenzung und mit jeweils zwei Gewinnsätzen gespielt. Die drei deutschen Gäste waren jeweils einer Gruppe zugeteilt.

Als Ergebnis stand fest: Wir konnten dort durchaus mithalten; sind jeder in seiner Gruppe erfolgreich Zweiter geworden. Verloren haben wir eigentlich nur gegen die Erstplatzierten der jeweiligen Gruppen. Es gab dann zum Schluss ein sehr kraftvolles und hartes tschechisches Finale.

Den ganzen Tag über wurden wir mit Getränken, Obst und Süßigkeiten geradezu verwöhnt. Natürlich fehlten auch nicht das tschechische Bier und zum Anstoßen ein kleiner Becherowka.

Für das Mittagessen wurde schon am Vortag ein großer Topf voll tschechisch-deftigem Gulasch gekocht, was eine sehr zünftige, leckere und ziemlich gehaltvolle Mahlzeit war, so dass alle genug Kraft hatten bis zum Ende des Turniers.

Sogar eine kleine Weihnachtstombola hatten die Vereinsmitglieder organisiert, bei der es in einer Spielpause fröhlich und laut zuging. Da nach dem Finale noch genügend Zeit blieb, konnten die drei deutschen
Spieler untereinander den Sieger ausspielen.

Dabei erspielte sich Reinhard den ersten Platz, und Andrea konnte sich ganz knapp gegenüber Detlef im letzten Spiel behaupten. Da war aber auch schon der zweite Becherowka ausgetrunken.

Für Detlef war dieses 17 Prager Weihnachtsturnier eine ganz besondere Herausforderung. Schließlich konnte er längere Zeit nur mit dem linken Arm trainieren, und erst in Prag war der rechte und "richtige" Arm wieder voll "funktionstüchtig".

Jetzt wird also fleißig weitertrainiert, und dann kann das nächste Turnier kommen. darauf freuen wir uns schon alle.

Ein fröhliches Weihnachtsfest allen Showdownfreunden und einen gesunden Start in das neue Turnierjahr 2010 wünscht Andrea Vulprecht.

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