Bericht über die Showdown-Europameisterschaft 17.07.-22.07 2012 in Mailand

Eine deutsche Showdownspielerin erkämpft sich zum ersten Mal einen zweiten Platz bei einer Europameisterschaft!
Die deutsche Mannschaft: Antje Samoray, Andrea und Detlef Vulprecht, Thomas Giese, mit Ehefrau Gaby Boster (Berlin), Mario Kratzer (Hamburg) und Reinhard Winkelgrund, begleitet von Gerlind (Cottbus), reisten am 17. Juli in das hochsommerliche Mailand.
Auch Stefan Wimmer reiste am darauffolgenden Tag noch als Kampfrichter an.
Die Abendstunden des 17. Juli und der 18. Juli waren nur für die medizinischen Untersuchungen zur Klassifizierung der Spielerinnen und Spieler,
die Vorbereitungsbesprechungen für das Turnier und die Turniereröffnung, vorgesehen.
Die vielen freien Stunden nutzten wir dazu, die Stadt und einige Sehenswürdigkeiten etwas kennenzulernen und natürlich italienisches Eis zu genießen .
Die Unterkünfte und den Turnierort kannten einige Mitglieder unserer Mannschaft schon aus früheren Turnieren, aber den Wert einer Klimaanlage in den Unterkünften lernten wir jetzt erstmals in einem Sommermonat schätzen.
Am 19. Juli ab 08.00 Uhr bis etwa 13.00 Uhr spielten die Männer an 6 Tischen ihre Vorrunde. Es gab 3 Gruppen mit je 5 Spielern und 3 Gruppen mit je 6 Spielern.
Thomas und Reinhard hatten gegeneinander in einer sechser Gruppe zu spielen.
Nach Abschluß der Vorrunde hatten Mario Platz 5, Reinhard Platz 5 und Thomas Platz 6 in ihren Gruppen belegt.
Man konnte wieder einmal sagen, schöne, starke und spannende Spiele zählen zum Ende eben nur, wenn sie gewonnen werden.
Damit war für die Fünftplatzierten nach allen weiteren Spielen am folgenden Tag bestenfalls Platz 25 möglich.
Am 19. Juli von 13.00 Uhr bis etwa 19.00 Uhr spielten die Frauen ihre Vorrunde.
Antje und Andrea gewannen gleich ihre ersten Spiele und dann auch weitere Spiele.
Antje wurde Gruppenerste und Andrea Dritte ihrer Gruppe.
Für den weiteren Spielverlauf hieß das, dass für beide der Kampf um Platz 1 bis Platz 12 möglich war.
In den Abendstunden bis fast 23 Uhr des 19. Juli waren dann noch die Spiele der Vorrunde im Teamwettbewerb.
Es spielten Gruppen mit 3 Teams, Erst- und Zweitplatzierte kamen eine Runde weiter.
In unserem ersten Spiel (für Deutschland, Andrea, Thomas und Reinhard) gegen Italien 2, hatten wir es bei einem Punktestand von 30 zu 28 für uns fast geschafft. Aber etwas unklare Kampfrichterentscheidungen zum Ende unseres Spiels brachten dann doch noch für Italien den Sieg.
Unser zweites Spiel (für Deutschland spielten Antje, Thomas und Mario) gegen Finnland wurde immerhin nur mit 24 zu 31 verloren.
Im Teamwettbewerb war Deutschland damit also raus.
Team-Europameister wurde schließlich Schweden vor Finnland.
Am 20. Juli wurde die Zwischenrunde bei den Männern und Frauen gespielt. Die Männer spielten wieder zuerst. Vormittags gab es die Platzierungsrunde für die hintere Platzierungshälfte, jeweils in fünfer und sechser Gruppen, Jeder gegen Jeden, wobei die Ergebnisse gleicher Begegnungen aus der Vorrunde mitgenommen wurden.
Zum Ende erreichte Mario Platz 25, Reinhard Platz 28 und Thomas Platz 32.
In den Nachmittagsstunden ging es für Antje und Andrea im Kampf um noch bessere Platzierungen weiter.
Antje setzte sich weiter mit Erfolgen durch.
Andrea musste dann auch die Erfahrung machen: Starke und spannende Spiele müssen zum Ende gewonnen werden.
Detlef und Gaby waren als angesagte Trainer bei den Spielen von Antje und Andrea emotional bald mehr geschafft als die Spielerinnen selbst.
Nach Abschluß dieser Runde hatte sich Antje alle Möglichkeiten für einen Medaillenplatz erkämpft und hatte die Finalrunde der ersten 8 Spielerinnen erreicht.
Ab hier ging es im KO–System weiter.
21. Juli: Für Antje kann ein Traum in Erfüllung gehen…
Der Turniermodus sah vor, dass ab dem Viertelfinale mit 3 Gewinnsätzen gespielt wurde.
Antje gewann ihr Viertelfinalspiel.
Nach einer recht knappen Erholungspause ging Antje locker und entspannt in ihr Halbfinalspiel und gewann auch dieses.
Natürlich verfolgten wir anderen der deutschen Mannschaft gespannt Antjes Spiele.
Antje stand im endgültigen Finalspiel und konnte gegen Hanna Vilmi (Finnland) um Platz 1 und Platz 2 spielen.
Es brauchte 5 Sätze für die Entscheidung.
Es stand 9 zu 9 im fünften Satz, Hanna schaffte die letzten 2 Punkte und gewann das Spiel.
Antje war nicht enttäuscht, sondern glücklich, den zweiten Platz erreicht zu haben.
Herzlichen Glückwunsch für Antje!!!
Mit einem großartigen zwölften Platz hatte sich auch Andrea in die erweiterte Weltspitze gespielt.
Stefan Wimmer ist inzwischen im Lager der internationalen Showdown-Kampfrichter
hoch geschätzt und nicht mehr zu entbehren.
Bei der feierlichen Abschlusszeremonie, mit besonders viel Beifall für die Vorderstplatzierten, gab es aber auch für die Spielerinnen und Spieler aller Platzierungen Applaus aus der Teilnehmerrunde.
Alle Länder wurden zur Weltmeisterschaft, 2013, nach Slowenien eingeladen.
Die gesamte Organisation des Turniers war wieder hervorragend und verlief in einer freundschaftlichen Atmosphäre.
Schön entspannend für den Turnierablauf war die zeitlich großzügige Planung, mit der Uhrzeitangabe für den Beginn eines jeden Spieles.
Der 22. Juli war dann nur für die Heimreise vorgesehen.
Die Endergebnisse bei den Männern und Frauen findet Ihr in den nachfolgenden Listen.

Geschrieben wurde dieser Bericht von Reinhard Winkelgrund aus Cottbus.

Men Final Ranking
1 Zebastian Modin - SE
2 Claudio Quitral - SE
3 Teemu Ruohonen - FI
4 Ari Lahtinen - FI
5 Maurizio Scarso - IT
6 Domenico Leo - IT
7 Jack Van Oosterhout - NL
8 Paulius Kalvelis - LT
9 Peter Zidar - SI
10 Richard Doornheim - NL
11 Rimvydas Jankauskas - LT
12 Marco Ferrigno - IT
13 Claudio Levantini - IT
14 Luigi Abate - IT
15 Brian Winther Knudsen - DK
16 Dusan Milo – SK
17 Pavel David - CZ
18 Jaromír Vospel - CZ
19 Aleksander Sabo - SI
20 Miha Susman - SI
21 Alisher Hozhanijazov - EE
22 Robert Lätt - EE
23 Jørn Rosendal Pedersen - DK
24 Alessandro Furioni - IT
25 Mario Kratzer - DE
26 Adam Wolczynski - PL
27 Massimiliano Tralli - IT
28 Reinhard Winkelgrund - DE
29 Christoffer Örnevik - sE
30 Adrian Sloninka - PL
31 Kalle Haukka - FI
32 Thomas Giese - DE
33 Lukasz Skapski - PL

Women Final Ranking
1 Hanna Vilmi - FI
2 Antje Samoray - DE
3 Sanja Kos - SI
4 Anja S. V. Svendsen - DK
5 Sirpa Tuovinen - FI
6 Tanja Oraníc - SI
7 Ingrid Welling - NL
8 Jaana Pesari - FI
9 Stine Skovbon - DK
10 Elvira Sjöblom - SE
11 Monica De Fazio - IT
12 Andrea Vulprecht - DE
13 Elzbieta Mielczarek - PL
14 Francesca Buttitta - IT
15 Mariah Sethsen - SE
16 Helena Krivácková - CZ
17 Wendy Zuijdwijk - NL
18 Angela Zini - IT
19 Karin Irval - EE
20 Angela Bellarte - IT
21 Jolanta Szapanska - PL
22 Tove Knudsen - DK
23 Merli-Riin Silts - EE
24 Oreta Strazdauskaite - LT

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