Ostdeutsche Meisterschaft am 24.11.2012

Nun war es wieder soweit, das Qualifikationsturnier zur Deutschen Meisterschaft lag vor uns. Für unsere Gruppe schon immer ein Höhepunkt, weil es uns ermöglicht, mit den besten Spielern Deutschlands zusammenzutreffen, was sich dieses Jahr im Besonderen zeigen sollte – dazu später mehr.

Wir haben uns dieses Jahr mit 4 Spielern gemeldet, die an dem Turnier auch teilnehmen konnten. Leider musste Jürgen kurzfristig absagen. So fuhren wir zu dritt in die Hauptstadt. Die Spieler waren Carsten, Matthias und Lutz, als Begleitpersonen sind Anne, Angelika und Roland mitgekommen, die uns sicher durch das Berliner S und U Bahn Netz manövrierten und uns auch während des Turniers betreuten und unterstützten.

Das Turnier begann um 10 Uhr und fand in der Paul-und-Charlotte-Kniese-Schule in Berlin statt. Das hieß für uns, 4 Uhr raus aus den Federn, um pünktlich vor Ort zu sein. Die Berliner Veranstalter um Thomas Giese hatten aber auch an uns denkend den Spielplan zusammengestellt. Aber die Zugfahrt, inklusive Verbindungen und einiger, schon am frühen Morgen angeheiterter Fußballfans, verlief perfekt, und so waren wir 9.45 Uhr vor Ort und konnten mit den Spielen beginnen.

Der Spielplan war für die 15 Teilnehmer so gestaltet, dass 3 Gruppen mit jeweils 5 Spielern gebildet wurden. Die Berliner, die eine Vielzahl guter Spieler haben, mussten schon einen Vorausscheid stattfinden lassen, um sich für diese Meisterschaft zu qualifizieren. Wir 3 Quedlinburger wurden in die gebildeten Gruppen aufgeteilt. Dort hieß es dann Jeder gegen Jeden. Die 3 Besten jeder Gruppe kamen dann in eine Neuner Gruppe, in der dann die Rangfolge der Plätze 1 bis 9 ausgespielt wurde. Die 4. und 5. der Gruppen spielten unter sich die Plätze 10 bis 15 aus. Dabei brauchte man aber nicht nochmal gegen die Spieler antreten, auf die man in der Gruppenphase schon getroffen war. Das fand ich persönlich ganz gut, da ich in meiner Gruppe gleich im Ersten Spiel auf die zweifache Deutsche Meisterin und zurzeit Weltranglistenerste traf, Antje Samoray. Ich hatte gegen Antje noch nie gespielt, so war es für mich eine Mischung aus Stolz und viel Respekt. Im Spiel selber waren die Ballwechsel gar nicht so kurz wie ich befürchtet hatte, aber unterm Strich war ich chancenlos. Die anderen Spiele in meiner Gruppe sollten dann besser laufen. Gegen Matthias aus Berlin und Henri von der dresdner Gruppe konnte ich mich durchsetzen. Gegen Detlef Vulbrecht aus Berlin, der schon Einiges an Erfahrung im Turnierbetrieb hat, war es dann noch ein tolles hart umkämpftes Match in dem ich knapp in 2 Sätzen unterlag. Aber es reichte, um Dritter der Gruppe zu werden.
Carsten hatte eine sehr ausgeglichene Gruppe erwischt, mit Spielern, die alle schon Erfahrungen mit Deutschen Meisterschaften und auch internationalen Turnieren hatten. Er spielte, wenn man so sagen kann, gegen eines der „Urgesteine“ des deutschen Showdownsports, Reinhard Winkelgrund und er konnte ihm einen Satz abringen, was einen Punkt in der Tabelle bedeutet. Zur Erläuterung: Spiel Sieg in 2 Sätzen = 4 Punkte, Spiel Sieg in 2:1 Sätzen = 3 Punkte, Spiel Niederlage in 1:2 Sätzen = 1 Punkt und Spielniederlage in 2 Sätzen = 0 Punkte. Ich traf später auf Herrn Winkelgrund in der 9er Gruppe und hatte gegen ihn keine Chance. Auch gegen Benjamin Neue konnte Carsten einen Punkt erringen und dann noch ein weiteres Spiel gewinnen. Aber es sollte nur zum 4. Platz in der Gruppe reichen, die auch mit Thorsten Wolf und Kai Schenker stark besetzt war. Auch gegen Thorsten Wolf musste ich mich in der 9er Gruppe geschlagen geben. Wir spielten schon mal bei der letzten DM gegeneinander, wo er mich auch teilweise gecoacht hatte, was mir sehr half.
Matthias war unser Dritter Spieler vor Ort. Er kam in eine Hammer Gruppe, mit Thomas Giese, dem Verantwortlichen der Showdownregion Ost, Gabriele Mitschke, Peter Eisenach und der späteren Gewinnerin des Turniers, Andrea Vulbrecht, die, wie mir alle bestätigten, einen tollen Tag hingelegt hat. Für Matthias, unseren Newcomer, war es auch das erste Turnier in dieser Art und ein Herantasten, vor allem an die starke Konkurrenz. Aber, auch von allen bestätigt, hat er seinen Einsatz bestätigt und den ein oder anderen Gegner kräftig zum Schwitzen gebracht und viel gelernt, wie wir alle.
Für mich hieß es nun in der 9er Gruppe mit den Besten zu bestehen. Mein Manko, ich konnte keine Punkte mit in diese Gruppe nehmen, weil ich gegen die Spieler, die sich auch qualifiziert haben in der Vorrunde, verloren habe. Die Punkte gegen die Nichtqualifizierten waren erloschen. Mit der Gewinnerin des Turniers, Andrea, bin ich gar nicht klar gekommen und Thomas konnte ich zumindest eine von ihm genommene Auszeit (ein taktisches Mittel-in jedem Satz einmal möglich) abringen und den 2. Satz etwas enger gestalten, mehr aber nicht. So gelang mir dann gegen Benjamin ein 2:1 Gewinn und gegen Peter Eisenach, in einem wahren Krimi, der keinen Verlierer verdient hat, ein 2:1 Sieg. Das reichte letzten Endes zur Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft.
Alles in allem muss man sagen, wir haben in unserer Gruppe enorme Fortschritte gemacht, wenn man den Vergleich zur letzten Regionalmeisterschaft sieht.
Kaputt und müde machten wir uns auf den Heimweg und erreichten dann so um Mitternacht auch alle unser wohlverdientes Bett.

Den Veranstaltern aus Berlin um Thomas Giese kann man nur ein riesiges Kompliment machen. Die Organisation war perfekt, für Verpflegung und Getränke war zu jeder Zeit gesorgt.

An dieser Stelle möchten wir uns bei allen Schiedsrichtern, den Begleitern und natürlich auch der Schule, die uns die Räumlichkeiten zur Verfügung stellte, recht herzlich bedanken.

Rangliste:
1. Andrea Vulprecht
2. Antje Samoray
3. Thomas Giese
4. Detlef Vulprecht
5. Benjamin Neue
6. Reinhard Winkelgrund
7. Lutz Egeling
8. Thorsten Wolf
9. Peter Eisenach
10. Carsten Hesse
11. Henri Schenker
12. Gabriele Mitschke
13. Matthias Hübner
14. Kai Schenker
15. Matthias Brandt

Bericht von Lutz Egeling

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