1. Internationales Showdownturnier in Polen

Hallo Showdownfreunde aus Deutschland! Im Nachbarland Polen tut sich so Einiges im Showdown.

Die Eingeweihten haben sicher mitbekommen, dass bei den Frauen eine polnische Spielerin das top-zwölf-Turnier 2012 gewonnen hatte. Ich war vom polnischen Trainer Lubek Prask zum internationalen Turnier vom 30. November bis 2. Dezember 2012 nach Oborniki Śląskie in der Nähe von Wrocław, in Polen, eingeladen.

Obwohl dieser Termin für meine Frau und mich noch in das einzige freie Wochenende in den letzten 5 Wochen vor Weihnachten fiel, fuhren wir doch noch nach Wroclaw. Jetzt, in den ruhigen Tagen zum Jahresende hin, komme ich dazu, meinen Bericht zu schreiben, und ich kann einige Wochen nach dem Turnier sagen, es war gut, dass wir dorthin gefahren waren. 

Wir wurden sehr freundlich und herzlich aufgenommen und betreut. Es war ein kleines freundschaftliches und entspanntes Turnier mit Spielerinnen und Spielern aus Polen, Tschechien, der Slowakei, und ich habe wieder einmal als einziger Spieler Deutschland vertreten.

Der Zeitaufwand für die Reise von Cottbus nach Wroclaw ist mit etwa 4 Stunden Bahnfahrt nicht zu aufwendig. Von Wroclaw wurden wir mit dem Auto, etwa 40 km, zum Turnierort gebracht. Die Unterkunft in Zweibettzimmern und die 3 Spieltische waren im selben Gebäude auf einem Sportstättenkomplex. Zum Frühstück, Mittag- und Abendessen war nicht weit von der Unterkunft eine Gaststätte.

Am Sonnabend gegen 9 Uhr wurde das Showdownturnier gemeinsam mit einem kleinen Blindenfußballturnier eröffnet. Für das Showdownturnier waren in der Vorrunde 3 Gruppen mit je 5 Spielern bei den Männern und eine Frauengruppe. Männer und Frauen spielten getrennt.

Es wurde mit 2 Gewinnsätzen gespielt. Gespielt wurde auf Platten polnischer Produktion, schnelle Platten mit relativ leisen Ballgeräuschen.

Bei den Männern gab es nach der Vorrunde noch eine Platzierungsrunde, in der die ersten 8 Spieler über das Viertelfinale, Halbfinale und das Finale den Turniersieger ermittelten. Wie es bei den Frauen ablief, konnte ich leider nicht verfolgen. Für alle Spiele im Turnier gab ein Zeitplan den Spielbeginn für jedes Spiel vor. Die Kampfrichter aus Tschechien und Polen führten die Spiele entspannt in englisch.

Zum Abschluß des Turniers konnte ich mit Platz 7 ganz zufrieden sein. Ich hatte kein wirklich schwaches Spiel zu verzeichnen, die jungen polnischen Spieler trumpften ganz schön auf. Natürlich mischten die tschechischen und slowakischen Spieler auch kräftig mit.

Turniergewinner wurde Adrian Sloninka aus Polen. Eine Spielerliste oder Ergebnisliste steht mir leider nicht zur Verfügung.

In einer längeren Spielpause während des Turniers hatten wir die Möglichkeit, ein Blindenfußballspiel zu verfolgen. Ich fand es ganz schön schwierig für die Fußballer, die notwendigen Töne für den Spielablauf aus den allgemeinen Geräuschen der Zuschauer, der Zurufer, der Ballgeräusche und der eigenen Rufe der Spieler herauszufiltern. Auch hierbei ist eben viel Übung notwendig.

Die Begegnungen der Turnierteilnehmer bei den Mahlzeiten, in den Spielpausen und besonders am Sonnabend nach dem Turnier bei einem gemütlichen Beisammensein ermöglichten viele Gespräche zwischen allen Turnierteilnehmern.

Auch noch das Frühstück am Sonntag füllte sich für mich und meine Frau über mehr als 2 Stunden mit angenehmer anregender Unterhaltung mit unserer Betreuerin Agnieszka und den beiden polnischen Trainern.
Sehr schön war auch noch einmal die herzliche Verabschiedung zwischen uns und den anderen Spielerinnen und Spielern bei der Abreise am Sonntag Vormittag. Nach einem schönen Turnierwochenende waren wir gegen 15 Uhr wieder in Cottbus.

Vielleicht gibt es auch 2013 wieder eine Einladung zu einem Turnier nach Polen, wo ich bestimmt auch wieder hinfahren werde, mit der Hoffnung, dass mehr Spieler aus Deutschland dabei sind.

Reinhard Winkelgrund, Cottbus

Schreibe einen Kommentar