Quedlinburger Spieler zu Gast in Marburg – Schon Freitag gab’s was auf die Ohren –

Ein Bericht von Lutz Egeling

Voriges Jahr haben wir eine Einladung zum Turnier der Marburger Showdown-Spieler bekommen. Da haben wir natürlich sofort zugesagt. Nun war das Wochenende vom
20. bis 22. März ran. Voller Vorfreude ging es am Freitag Vormittag los. Mit dabei waren Matthias, Jens, Carsten und
Lutz. Angelika begleitete uns bei dieser Reise.
Da wir unseren finanziellen Reisebeutel nicht so sehr belasten wollten, hatten wir die Anreise mit Regionalbahnen geplant. So waren wir eine ganze Weile unterwegs, sollten aber pünktlich 15.33 Uhr in Marburg ankommen, wo wir schon von Antonio, dem Verantwortlichen der Marburger Showdown-Gruppe, empfangen wurden.
Antonio hatte mir ja schon am Telefon gesagt, dass er eine Überraschung für uns hat, aber nichts näheres verraten.e
Nachdem wir unser Gepäck in unserer sehr schönen Unterkunft losgeworden waren und wir noch beim Aufbau der Showdownplatten halfen, ging es dann mit dem Bus zur Elisabeth-Kirche. Dort trafen wir uns mit Antonios Frau Irene und Mirien, die ihren Führhund mit dabei hatte. Mit den Beiden sollten wir später noch Marburg unsicher machen. Aber nun zur Überraschung: Dass Antonio und seine Frau im Chor singen, hatte er schon erwähnt, aber dass wir heute als einzige Gäste der Generalprobe zur Johannispassion beiwohnen durften, war schon ein ganz spezielles Erlebnis, welches wir wohl nicht so schnell vergessen werden. Natürlich war das mit dem Kantor abgesprochen. Vielen Dank dafür!
Danach sollte es dann noch eine kleine Tour durch Marburg geben, welche uns Mirien mit ihren Führhund Vuelvo ermöglichte. Für mich, der spät von einer Augenkrankheit betroffen ist, war es verblüffend, wie zielsicher wir durch die schöne Innenstadt von Marburg, die in Unter- und Oberstadt geteilt ist, geführt wurden. Den ein oder anderen Fotohalt gab es auch, z.B. am lustigen Christian, wohl so etwas wie ein Wahrzeichen von Marburg.
Nach einem schmackhaften Abendessen, zu dem dann auch die Chorsänger wieder zu uns stießen, neigte sich der Tag dem Ende entgegen.

Am Samstag sollte dann das Turnier stattfinden. Die Marburger Mannschaft, die den Standort mit den meisten Spielern in Deutschland hat, besitzt auch eine hohe Qualität von Spielern, was wir schnell merken sollten. Es konnten sich 4 Spieler aus ihrem Kreis zur Deutschen Meisterschaft qualifizieren, und das in der sehr starken Süd-Region. Ein DM-Qualifikant konnte aber nicht am Turnier teilnehmen. „Welch ein Glück“.
Es wurde in zwei Fünfer-Gruppen und einer Vierer-Gruppe gespielt ohne Zeitlimit, was im Laufe des Tages den Spielplan außer Kraft setzten sollte.
Die Spieler in ihren Gruppen waren so ausgeglichen, dass fast jedes Match über 3 Sätze ging und sehr umkämpft war. Spiele mit über 30 Minuten waren nicht die Ausnahme. Die Marburger hatten mit Birgit Vogt und Stephan Eschebach zwei Schiedsrichter vor Ort, die an den 2 Platten mehr als ausgelastet waren. Respekt davor!

Zu den Spielen aus unserer Sicht: Matthias hatte einen super Tag erwischt, gewann alle Spiele in seiner Gruppe und wurde Gruppenerster. Auch Carsten spielte ein sehr starkes Turnier in seiner Gruppe und musste nur ein Match gegen Christian abgeben, der sich als Favorit heraus kristallisierte. Jens, der vor 2 Monaten eine tolle Quali zur DM spielte, tat sich dagegen an diesem Tag etwas schwer. In meiner Gruppe ging es ganz knapp zu. Im entscheidenden Spiel gegen Marc stand es im Entscheidungssatz 10:10. Der nächste Treffer entschied zwischen Platz 1 und 3 in der Gruppe. Marc sollte ihn holen. Als Dritter traf ich dann auf Christian im Viertelfinale, was ich dann zu meiner Überraschung recht knapp gestalten konnte, aber doch verlor. Ein anderes Viertelfinale sollte dann ein reines Quedlinburger Spiel werden zwischen Carsten und Matthias, was Carsten für sich entschied. Er traf nun im Halbfinale auf Marc, der sich auch zur DM qualifizierte.
Carsten steigerte sich in diesem Spiel von Punkt zu Punkt. Nach einem anfangs sehr knappen Spiel konnte er dann den entscheidenden dritten Satz klar für sich entscheiden. Endspiel!! Doch da stand Christian, der sich im zweiten Halbfinale gegen Annika durchsetzen konnte. Christian war an diesem Tag eine Klasse für sich und konnte das Endspiel für sich entscheiden. Die anderen Platzierungsspiele konnten auf Grund der Ausgeglichenheit des Feldes nicht mehr gespielt werden. Für unsere kleine Gruppe war es ein richtig gutes Ergebnis.
Am nächsten Morgen ging es dann etwas müde gen Heimat.
Im Gepäck hatten wir ein schönes Erlebnis mit den Marburger Showdownspielern.

Ergebnisse:

Gruppe A:

1. Christian Frenzel 16 Punkte
2. Carsten Hesse 9 Punkte
3. Antonio Michienzi 8 Punkte
4. Sara Bösch 5 Punkte
5. Jens Richardt 1 Punkt

Gruppe B:

1. Marc Schuster 11 Punkte
2. Annika Hein 10 Punkte
3. Lutz Egeling 9 Punkte
4. Bettina Steffan 6 Punkte
5. Mirien Carvalho-Rodrigues 4 Punkte

Gruppe C:

1. Matthias Brandt 10 Punkte
2. Gabi Eschebach-Weck 9 Punkte
3. Andrea Rippich 4 Punkte
4. Irene Lämmle 1 Punkt

Viertelfinale:

Die ersten 3 der Gruppen A und B sowie die ersten 2 der Gruppe C haben im K.O.-System das Viertelfinale ausgespielt.

Platzierungen:

1. Christian Frenzel
2. Carsten Hesse
3. Annika Hein und Marc Schuster

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