Erstes IBSA-Turnier in Litauen – Deutschland punktet ordentlich

Der litauische Blindensportverband lud vom 20.08. bis zum 23.08.2015 zum ersten IBSA-Turnier in das Kurstädtchen Druskininkai ein. 9 Nationen (Deutschland, Finnland, Frankreich, Italien, Litauen, Polen, Schweden, Slowakei, Tschechische Republik) folgten dem Aufruf. So nahmen insgesamt 9 Frauen und 26 Männer an diesem dreitägigen Wettkampf teil.

Gespielt wurde an 3 Platten. Dem litauischen Organisationsteam gelang es, so viele Schiedsrichter zu motivieren, dass es bei jedem Spiel einen (Haupt)Schiedsrichter und einen Scorekeeper gab. Aus Deutschland nahm Gabi Boster die Pfeife in den Mund und beäugte die Spiele.

Das Spielerfeld versprach, einige Überraschungen bereit zu halten. Mit Pierre Bertrand (FR) und Lucasz Byczkowski (PL) gingen zwar nur 2 Top-ten-Spieler an den Start, doch war das sehr ausgeglichene Mittelfeld nicht zu unterschätzen. Auch der Altersdurchschnitt wurde in diesem Turnier durch zahlreiche, noch recht junge Spieler, enorm gesenkt. Kevin Kjelldahl (SE), Wiktor Wojzik (PL) und Paulius Asmontas (LT) standen mit ihren 14 Jahren den „alten Hasen“ in nichts nach.
Während die Frauen in der Vorrunde in einer Vierer- und einer Fünfergruppe spielten, wurden die Männer in 4 Vierer- und 2 Fünfergruppen eingeteilt. Jeweils die ersten beiden Spieler einer Gruppe kamen weiter und spielten um die vorderen Plätze.

Thomas Giese, Benjamin Neue und Antje Samoray, die Deutschland in diesem Jahr in Litauen vertraten, erreichten alle die Runde der „Besten“. Das erste große Ziel war also geschafft. Gewünscht hatten es sich natürlich alle, aber tatsächlich damit gerechnet, hatten sie nicht. Die ersten 12 Männer wurden wieder in zwei Sechser-Gruppen eingeteilt. Bereits gespielte Spielpaarungen aus der Vorrunde wurden mitgenommen.
Mit dem 10. Platz für Thomas Giese und dem 8. Platz für Benjamin Neue konnten die Deutschen sehr zufrieden sein. Antje Samoray sicherte sich in einem spannenden Finale die Silbermedaille.

Die Organisatoren des Turniers kündigten im Vorfeld einen Mannschaftsvergleich an. Damit meinten sie jedoch kein Triple in gewohnter Weise. Vor Turnierbeginn hatten alle Nationen, welche daran teilnehmen wollten/konnten (es galten für die Spielermeldung die Bedingungen eines Triples nach den IBSA-Regeln), die Möglichkeit, ein Team zu melden. Gewertet wurden die Platzierungen der gemeldeten Spieler, indem alle Platzzahlen addiert wurden. Das Team mit der geringsten Punktzahl gewinnt. Bei Punktgleichheit mehrerer Mannschaften entschied die Platzierung des besten Mannes.
Dem deutschen Team gelang es, sich zwischen Polen und Frankreich auf dem fantastischen 2. Platz einzureihen.

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Im Folgenden noch alle Einzel- und Mannschaftsplatzierungen:

MEN
1 Mindaugas Dvylaitis LIT
2 Krystian Kisiel POL
3 Pierre Bertrand FRA
4 Lukasz Byczkowski POL
5 Petr Bayer CZE
6 Ondrej Kodet CZE
7 Rinaldo Massola ITA
8 Benjamin Neue GER
9 Žygimantas Matusevičius LIT
10 Thomas Giese GER
11 Christoffer Ornevik SWE
12 Jeremy Travert FRA
13 Lubos Zajic CZE
14 Jarno Vilen FIN
15 Dusan Milo SVK
16 Domenico Leo ITA
17 Wiktor Wojcik POL
18 Paulius Ašmontas LIT
19 Jouni Viitamaki FIN
20 Pavol Kubosko SVK
21 Jozef Horbal SVK
22 Stefano Greci ITA
23 Konsta Kuorikoski FIN
24 Kevin Kjelldahl SWE
25 Zdenek Barlok CZE
26 Ladislav Dubovan SVK

WOMEN
1 Elzbieta Mielczarek POL
2 Antje Samoray GER
3 Elvira Sjoblom SWE
4 Oksana Dobrovolskaja LIT
5 Aleksandra Chrzanowska POL
6 Ornella Punzo ITA
7 Charlotte Anceau FRA
8 Erika Šnaraitė LIT
9 Genoveffa Passero ITA

TEAM
1 Poland
2 Germany
3 France
4 Lithuania
5 Italy
6 Sweden

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