Showdown Bundesliga 2016 – Der Meister ist gefunden!

Der SV Blau-Gelb Frankfurt ist Deutscher Meister!

Am 17. Und 18. September 2016 fand in Viersen der dritte, und damit letzte Spieltag der Showdown-Bundesliga, für die sieben teilnehmenden Teams statt.
Die Frankfurter hatten als Tabellenführende die Chance, sich bereits nach der vorletzten Begegnung gegen Hamburg den ersten Bundesligatitel zu sichern. Die Hessen hatten ihr sportliches Schicksal somit selbst in der Hand. Die Berliner und Dortmunder mussten auf einen Ausrutscher des Tabellenführers hoffen. Einen harten Kampf gab es insgesamt, da auch die Abstiegsplätze 6 und 7 noch nicht feststanden.

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In der ersten Begegnung trafen die Frankfurter zunächst auf den Tabellenvierten BSVH Hamburg, der sich seinen bislang vierten Platz durch weitere Punkte stabilisieren wollte. Die beiden ersten Einzel gewannen die Frankfurter Manfred Scharpenberg und Martin Osewald recht klar jeweils in zwei Sätzen. Im anschließenden Triple punkteten die Frankfurter mit 31 zu 12 und hatten somit bereits den Sieg dieses Matches und zwei ihrer drei notwendigen Punkte sicher. Dennoch war die Spannung aus diesem Match noch nicht heraus. Im dritten Einzel unterlag die Frankfurterin Eli Osewald der Hamburger Nummer Eins Mario Rosenbaum deutlich in zwei Sätzen. So ging es im letzten Einzel, das Scharpenberg ebenfalls gegen Rosenbaum spielen musste, darum, ob das Endergebnis 3:2 oder 4:1 lauten würde. Dieses Spiel beinhaltete gleich am Anfang des ersten Satzes eine Kuriosität: Rosenbaum sagte im laufenden Spiel an, das er keinen Schläger mehr habe. Der Schläger war nicht zu finden, weder im gegnerischen Tor, noch auf der Platte oder auf dem Fußboden. Die Schiedsrichterin Victoria Reul-Kallenberg entdeckte den Schläger: Er war durch das offene Fenster in den Kellerschacht geflogen, aus dem die Schiedsrichterin den Schläger erst holen musste. Nach einigen Lachtränen und einem Strafpunkt gegen den Hamburger, konnte das Spiel fortgesetzt werden. Nach den ersten beiden, hart umkämpften Sätzen stand es 1:1. Auch der entscheidende dritte Satz hatte einen engen Verlauf und es stand schließlich 9:9. Die Spannung war im Raum spürbar, bevor dann Scharpenberg den entscheidenden Treffer zum 11:9 Satz- und Matchgewinn erzielte. Mit einem 4:1 Sieg hatte sich der SV Blau-Gelb Frankfurt vorzeitig die Deutsche Meisterschaft gesichert.

Parallel zum Kampf um den vorzeitigen Titel, ging es zwischen den Teams aus Berlin und Dortmund in der direkten Begegnung gegeneinander um den zweiten Platz in der Tabelle. Dabei standen sich im ersten Einzel Murat Altunok aus Dortmund und die Berlinerin Antje Samoray gegenüber. Nachdem Altunok den ersten Satz relativ deutlich mit 12:6 an sich bringen konnte, war der zweite Durchgang eine enge Angelegenheit, während dessen die Führung ständig wechselte und beide Kontrahenten am Ende des Satzes wechselseitig kurz vor dem Satzgewinn standen. Schließlich konnte Samoray den Durchgang mit 17:14 gewinnen. Im entscheidenden dritten Satz gewann die Berlinerin dann relativ deutlich mit 12:5 und holte den ersten Punkt für ihr Team. Im Anschließenden Einzel konnte Benjamin Neue aus Berlin die Dortmunderin Sabrina Schmitz in zwei Sätzen besiegen. Auch im Triple-Wettbewerb waren die Berliner ein wenig besser und gewannen auch diese Auseinandersetzung mit 31:24. Somit stand der Berliner Sieg bereits fest und ebenso der zweite Platz in der Abschlusstabelle. Der Sieg des Dortmunders Andreas Schmitz gegen Thomas Giese und der Erfolg Benjamin Neues gegen Murat Altunok in den letzten beiden Einzeln konnte daran nichts ändern. Es stand am Ende 4:1 für die Berliner.

Parallel zum Match gegen Berlin bestritten die Dortmunder noch die Begegnung gegen die Spielgemeinschaft aus Düsseldorf/Dortmund. Dabei konnte Melanie Kleinhempel aus Dortmund Wilhelm Boltendahl aus Düsseldorf im ersten Einzel in drei Sätzen besiegen. Im dritten Satz setzte sich dabei ihre größere Routine beim 12:8 durch. Anschließend holte Eliane Exner für Dü/Do den Ausgleich im Einzel gegen Murat Altunok durch einen Zweisatz-Sieg. Im Triple konnten sich die drei aus Düsseldorf schnell gegen die Dortmunder mit 17:6 absetzen. Vor allem Grübnau, die eigentlich vom Standort Dortmund kommt und in dieser Saison an Düsseldorf ausgeliehen wurde, spielte gegen ihre eigentlichen Teamkollegen. Nach dem Seitenwechsel gelang es dem Dortmunder Trio den Abstand zu verkürzen. Schließlich kamen sie bis auf 28:30 bei eigenem Aufschlag heran. Kleinhempel produzierte jedoch einen Fehlaufschlag und besiegelte damit die Niederlage der Westfalen gegen die Rheinländer aus Düsseldorf. Im Anschließenden Einzel konnte Sabrina Schmitz Stefan Felix aus Düsseldorf klar in zwei Sätzen besiegen. Das letzte Einzel zwischen dem Dortmunder Andreas Schmitz und Eliane Exner musste somit die Entscheidung bringen. Exner ließ von Anfang an keinen Zweifel an ihrem Sieg aufkommen. Nachdem sie den ersten Satz mit 11:1 gewinnen konnte, brachte sie auch den zweiten Satz mit 11:6 an sich. Somit stand der Sieg der Spielgemeinschaft mit 3:2 fest. Der SG Dü/Do gelang es dabei in dieser Saison sowohl den Drittplatzierten der Liga aus Dortmund als auch den zweiten der Tabelle aus Berlin zu besiegen.

Marburg spielte am Samstag gegen die SG MoViPa. Auch hier kam es zu spannenden Spielen, ging es dabei auch noch um den Klassenerhalt. Marburg ergatterte sich einen Punkt. Die SG aus Moers, Viersen und Paderborn konnten das Match für sich mit 3:2 holen und sicherten sich zwei Punkte für die Tabelle.

Nach diesen vier Matches der ersten Runde, wurden bereits am Samstag die ersten zwei Spiele der noch drei verbleibenden Matches ausgetragen. In der Begegnung des SV Blau-Gelb Frankfurt gegen den BBSV Berlin wollten die Frankfurter noch einmal alles geben. Das erste Spiel zwischen Martin Osewald (Frankfurt) und Thomas Giese (Berlin) entschied der Frankfurter noch für sein Team. Das zweite Einzel zwischen Samoray (Berlin) und Scharpenberg (Frankfurt) war zu Beginn scharf umkämpft. Die Berlinerin konnte das Spiel aber im dritten Satz sehr klar für sich entscheiden. Das Triple hatte viel Spannung. Beide Teams wechselten sich in der Führungsposition immer wieder ab. Beim Stand von 30 zu 29 erhielt Eli Osewald einen kräftigen Ball auf den Schläger, wodurch sie in den Strafraum rutschte und die Berliner dieses Spiel gewannen. Im Einzel zwischen Benjamin Neue und Eli Osewald hatte Osewald absolut keine Chance und verlor. Neue komplettierte diesen Berliner Match-Sieg auf 4:1, indem er im letzten Einzel gegen Martin Osewald in zwei Sätzen gewann.

Für die SG Dü/Do war vor der letzten Begegnung gegen die Spielgemeinschaft aus Viersen/Moers/Paderborn der Verbleib in der Liga noch nicht gesichert. Im ersten Einzel konnte sich Sebastian Klein aus Düsseldorf in drei Sätzen gegen Alfons Vollmer von der SG Mo/Vi/Pa durchsetzen. Diese Führung konnte jedoch der Viersener Stefan Peters im Einzel gegen Eliane Exner postwendend egalisieren. Im folgenden Triple gelang dem Düsseldorfer Trio dann die erneute Führung beim klaren 32:20 Sieg. Mit dem zweiten Punkt für Dü/Do war klar, dass sie einen Punkt für die Tabelle erhalten würden, selbst bei zwei Niederlagen in den letzten beiden Einzeln. Dieser Punkt fehlte ihnen noch, um nicht abzusteigen. Im dritten Einzel besiegte Brigitte Otto-Lange (Mo/Vi/Pa) Stefan Felix in drei Sätzen. Im letzten Einzel gelang Alfons Vollmer (Mo/Vi/Pa) ein Zweisatz-Sieg gegen Grübnau (Dü/Do). Somit konnte die SG Mu/Vi/Pa pielgemeinschaft noch einen Sieg mit 3:2 einfahren. Dies reichte jedoch nicht mehr, um den Abstieg zu vermeiden.

Beim Match zwischen Hamburg und Marburg ging es ebenfalls um den Klassenerhalt. Marburg benötigte mindestens ein 4:1 Sieg, dem Hamburger Team reichte dagegen ein Punkt, also eine 2:3-Niederlage, um die Klasse zu halten. Das Hamburger Team um Mario Rosenbaum erspielte sich exakt zwei Siege, also einen Punkt für die Tabelle und verwies die Hessen trotz deren 3:2 Sieg auf den 6. Tabellenplatz.

Das Bundesliga-Orga-Team hatte mit dem Ausrichter-Team aus Viersen eine schöne Siegerehrung vorbereitet. Nach den zutreffenden Lobworten, vor allem an den Ausrichter und die Schiedsrichter, aber auch an alle ausrichtenden Standorte und allen Beteiligten, durch Benjamin Neue, folgte die Siegerehrung mit Überreichung des Wanderpokals. Im Anschluss konnten sich die einzelnen Teams mit einem großen Bundesliga-Schläger fotografieren lassen und sich bei einem netten Sektumtrunk über die gemeinsam verbrachte Bundesliga-Zeit austauschen.

Und nach dem allerersten Durchgang der Showdown-Bundesliga hat der Meldestart für die nächste Saison begonnen. Die Stimmung zeigte, dass eine weitere Liga erwünscht sei.

Hier noch die Tabelle im Überblick:
1. SV Blau-Gelb Frankfurt
Martin, Eli, Robert, Bianka, Manfred, Oliver N. (Ersatz), Oliver D. (Ersatz)
2. BBSV Berlin
Benjamin, Thomas, Antje, Andrea, Detlef, Thorsten
3. BSSV Dortmund
Murat, Sabrina, Andreas, Melanie, Kevin (Ersatz), Carsten (Ersatz)
4. BSVH Hamburg
Mario, Philipp, Basili, Kirstin, Ivonne, Nils, Ewa (Ersatz), Kerim (Ersatz)
5. SG Düsseldorf/Dortmund (Dü/Do)
Stefan, Eliane, Maren, Sebastian, Wilhelm
6. TSG Marburg
Marc, Bettina, Antonio, Bernd, Christoph, Renata, Gabriele
7. SG Moers/Viersen/Paderborn (Mo/Vi/Pa)
Stefan P., Alfons, Brigitte, Eric, Petra, Dirk, Stefan L.

Bericht von Andreas Schmitz und Eli Osewald

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