Altunok verteidigt Titel im Westen

Die drei Erstplazierten in NRW von links nach rechts: Stefan Peters, Murat Altunok und Andreas Schmitz
Die drei Erstplatzierten in NRW
von links nach rechts: Stefan Peters, Murat Altunok und Andreas Schmitz

Am 3. Dezember 2016 trafen sich in Düsseldorf an der LVR Karl-Tietenberg-Schule 9 Showdown-Spieler zum letzten Spieltag der Vorrunde und den Finalspielen der Landesmeisterschaft der Herren in NRW 2016. Leider mussten im Vorfeld zwei Sportler verletzungsbedingt ihre Teilnahme für dieses Turnier absagen. Im Oktober hatten schon zwei Spieltage der Landesmeisterschaft in Moers bzw. Dortmund stattgefunden, sodass noch 23 Spiele der Vorrunde ausgetragen werden mussten.
Vor dem Spieltag führte Murat Altunok vom BSSV Dortmund die Tabelle vor Kevin Barth ebenfalls aus Dortmund und Stefan Peters vom BSV Viersen an. Gleich in einer der ersten Begegnungen traten Altunok und Andreas Schmitz aus Dortmund gegeneinander an. Diese beiden Spieler hatten im vergangenen Jahr noch im Endspiel der Landesmeisterschaft gestanden, als Altunok seinen ersten Titel gewann. Auch diesmal musste sich Schmitz deutlich mit 3-12 und 3-11 geschlagen geben. Nachfolgend konnte Altunok seine weiteren drei Spiele in der Vorrunde jeweils in zwei Sätzen für sich entscheiden, sodass er nach der Vorrunde mit acht Siegen aus acht Spielen unangefochten die Tabelle anführte. Lediglich gegen Stefan Felix aus Düsseldorf wurde es in einem Satz beim 11-9 eng. Um die Plätze zwei bis vier hinter Altunok, die zur Teilnahme am Halbfinale berechtigten, kämpften Peters aus Viersen, sowie die beiden Dortmunder Barth und Schmitz. Im Duell der beiden Vereinskameraden setzte sich Schmitz vor allem im ersten Satz knapp mit 12-10 und 11-7 durch. Auch gegen Peters verlor Barth in zwei Sätzen und belegte nach der Vorrunde somit den vierten Platz in der Tabelle. Da Schmitz am zweiten Spieltag bereits gegen Peters unterlegen war platzierte er sich auf den dritten Rang nach der Vorrunde hinter dem Viersener auf dem zweiten Platz, obwohl beide sechs Siege und zwei Niederlagen auf dem Konto hatten.
Auch um die Plätze 5 und 6, die zur Teilnahme an der DM 2017 in Berlin berechtigten wurde hart gekämpft. Vor diesem Spieltag hatte dort Eric Klumb von der BSWG Moers mit zwei Siegen die besten Aussichten gefolgt von Dirk Trautmann ebenfalls aus Moers mit einem Sieg und Stefan Felix von Borussia Düsseldorf, Alfons Vollmer vom TV Paderborn sowie Erik Engler vom BSV Viersen mit jeweils 0 Siegen.
Da bis auf eine Ausnahme alle diese Spieler gegen die ersten Vier der Tabelle ihre Begegnungen verloren, waren deren Spiele gegeneinander entscheidend für den fünften und sechsten Platz. Felix gewann dabei gleich seine erste Begegnung gegen den direkten Konkurrenten Eric Klumb beim 11-3; 5-11 und 11-9 im dritten Satz knapp. Bei einer Niederlage in diesem Spiel wäre die Möglichkeit der Qualifikation für die DM schon in weite Ferne für den Düsseldorfer gerückt. Somit war ihm die Erleichterung nach diesem Auftaktsieg deutlich anzumerken. Diesem ersten Sieg konnte Felix dann zwei relativ einfache Erfolge gegen Dirk Trautmann und Alfons Vollmer in jeweils zwei Sätzen folgen lassen. Somit fehlte ihm nur noch ein Sieg zur sicheren Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft. Die erste wirkliche Chance auf diesen Sieg vergab er dabei gegen Kevin Barth. Nachdem Felix den ersten Satz noch nach hartem Kampf mit 14-11 an sich bringen konnte, drehte Barth nachfolgend auf und gewann Satz zwei und drei mit 11-3 bzw. 12-8. Die nächste Gelegenheit für einen weiteren Sieg bot sich Felix in der Begegnung gegen Erik Engler aus Viersen. Den ersten Satz konnte der Düsseldorfer mit 12-8 für sich entscheiden und war seiner ersten Teilnahme an einer DM schon deutlich näher. Allerdings drehte Engler den Spieß im zweiten Satz um und gewann diesen seinerseits mit 11-6. Im entscheidenden dritten Durchgang setzte sich Felix dann jedoch schnell ab und gewann diesen und damit das Match mit 11-4 und löste das DM-Ticket. Alfons Vollmer stieg an diesem Spieltag noch ohne einen einzigen Sieg ins Turnier ein, hatte allerdings auch 8 Begegnungen zu bestreiten. Der spielerische Beginn dieses Tages war für ihn auch frustrierend, da er jeweils in zwei Sätzen gegen Barth, Altunok und Felix verlor. Gegen Erik Engler konnte er dann seinen ersten Sieg in zwei Sätzen einfahren. Nachdem er nachfolgend jedoch erneut in zwei Sätzen gegen Schmitz verlor, musste er in den letzten drei Begegnungen mindestens zwei, wenn nicht sogar drei Siege zur Teilnahme an der DM einholen. In dem Match gegen Stefan Peters zeigte Vollmer seine beste Leistung des Tages. Nachdem er den ersten Satz mit 11-8 für sich entscheiden konnte, ging er im zweiten Durchgang beim 0-12 unter. Jedoch konnte der Paderborner sich im dritten Satz erneut aufraffen und gewann diesen mit 11-8. Auch in der nächsten Begegnung gegen Dirk Trautmann gab es keine Atempause für Vollmer. Er musste bei seinem 11-9 und 11-8 Sieg jeweils hart um die Satzgewinne kämpfen. Das entscheidende Spiel um den sechsten Platz bei der Landesmeisterschaft zwischen Eric Klumb und Alfons Vollmer war gleichzeitig die letzte Begegnung in der Vorrunde. Der Gewinner würde sich das letzte Ticket für die DM im April 2017 sichern. Anders als in den Matches zuvor geriet Vollmer hier niemals in Gefahr und gewann in zwei Sätzen mit 12-3 und 11-5 und sicherte sich auf der Zielgerade noch die Teilnahme bei der Deutschen Meisterschaft. Klumb blieb nur der undankbare siebte Platz.
Nach der Vorrunde folgten noch die Halbfinals und Finals. Im ersten Halbfinale standen sich Altunok und Barth beide aus Dortmund gegenüber. Letzterer wusste sich zwar gut zu wehren war dem druckvollen Spiel Altunoks beim 7-11 und 8-11 jedoch nicht gewachsen. Im zweiten Halbfinale traten Stefan Peters aus Viersen und Andreas Schmitz aus Dortmund gegeneinander an. Peters dominierte den ersten Durchgang und gewann diesen folgerichtig mit 12-7. Im zweiten Satz ließ Schmitz dem Viersener dann keine Chance beim 11-3. Im dritten Durchgang setzte sich dann wieder Peters mit 8-0 ab und sah schon wie der sichere Sieger aus, bevor sich Schmitz auf 8-10 herankämpfte. Nach einem langen letzten Ballwechsel gelang Peters das entscheidende Tor zum 12-8 und somit der Einzug in sein erstes Finale einer Landesmeisterschaft.
Im Spiel um den dritten Platz setzte sich nachfolgend Schmitz mit 3-1 Sätzen gegen Barth durch. Dabei war lediglich der letzte Satz beim 11-5, 11-2, 7-11 und 11-9 eng. Das große Finale zwischen Peters und Altunok über ebenfalls drei Gewinnsätze bot da schon mehr Spannung. Dabei gewann Altunok den ersten Satz deutlich mit 12-3. Im zweiten Durchgang wurde die Angelegenheit jedoch schon deutlich enger für den Dortmunder. Peters führte hier schon mit 9-5 bevor Altunok aufdrehte und den Satz noch mit 11-9 gewann. Nun fehlte ihm noch ein Satz zu seiner zweiten Landesmeisterschaft. Im dritten Durchgang führte er schon mit 10-6 und hatte mehrfach Matchball bevor Peters diesen Durchgang noch mit 13-11 für sich entscheiden konnte und sich in einen vierten Satz rettete. Wie in den beiden Sätzen zuvor verlor der Spieler diesen vierten Satz, der bereits relativ deutlich geführt hatte. Peters lag mit 10-6 vorn und war kurz davor den Titelverteidiger in den Entscheidungssatz zu zwingen, bevor Altunok nochmal sein ganzes Können abrief und den Satz noch mit 13-11 und somit das Match und auch die Landesmeisterschaft zum zweiten Mal gewann. Mit einem Schrei der Erleichterung quittierte er sein letztes Tor.
Wie bei jedem derartigen Turnier ging ohne viele Helfer auch hier wieder mal nichts. Die vier NRW-eigenen Schiedsrichter Eliane Exner, Markus Mans, Julian Rosenthal und Victoria Reul-Kallenberg pfiffen die insgesamt 27 Begegnungen an diesem Tag ohne Fehl und Tadel. Auch den Transporteuren der Showdownplatten, Christian Looks und Lars Schmitz ist zu danken. Schließlich waren da noch die drei Lehrerinnen der Karl-Tietenberg-Schule Birgitta Zeller, Victoria Hornsteiner und Cordula Heu, denen für die Verpflegung der Spieler und Schiedsrichter ein „Danke schön“ gilt.

Abschließend noch die Rangliste der Landesmeisterschaft im Showdown der Herren 2016:

Pl 1: Murat Altunok (BSSV Dortmund)
Pl 2: Stefan Peters (BSV Mönchengladbach Viersen)
Pl 3: Andreas Schmitz (BSSV Dortmund)
Pl 4: Kevin Barth (BSSV Dortmund)
Pl 5: Stefan Felix (Borussia Düsseldorf)
Pl 6: Alfons Vollmer (TV Paderborn)
Pl 7: Eric Klumb (BSWG Moers)
Pl 8: Dirk Trautmann (BSWG Moers)
Pl 9: Erik Engler (BSV Mönchengladbach Viersen)

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