Neue Meisterin und alter Meister in NRW

Am 2. Dezember 2017 trafen sich in Viersen 8 Spielerinnen und 9 Spieler zu den Landesmeisterschaften im Showdown, um ihre jeweiligen Titelträger auszuspielen. Es wurde auf drei tschechischen Platten mit drei Schiedsrichtern und zwei Schiedsrichterinnen gespielt.

Bei den Damen wurden die 8 Teilnehmerinnen in zwei Vorrundengruppen gelost. Die jeweils beiden Erstplatzierten dieser Gruppe A und B sollten ins Halbfinale gelangen, welches über Kreuz gespielt wurde, während die jeweils Dritt- und Viertplatzierten der Vorrundengruppen in ähnlicher Weise die Plätze 5-8 ausspielen würden. In der Gruppe A setzte sich Sabrina Schmitz aus Dortmund mit drei Zweisatzsiegen an die Spitze der Abschlusstabelle. Dabei hatte sie lediglich im ersten Satz gegen die Bonnerin Angela Hune beim 12-8 einige Probleme, konnte die Durchgänge aber ansonsten recht deutlich für sich entscheiden. Um den zweiten Platz in dieser Gruppe kämpften Hune und Tanja Janatzek aus Moers. Beide hatten ihre Begegnungen gegen Schmitz verloren und die Matches gegen Britta Heesen aus Viersen für sich entscheiden können. Im direkten Aufeinandertreffen der beiden gewann Hune den ersten Durchgang relativ problemlos mit 11-6. Im zweiten Satz steigerte sich Janatzek, für die die Landesmeisterschaft das erste offizielle Turnier darstellte, und konnte Hune fast in den dritten Satz zwingen. Jedoch entschied die Bonnerin auch diesen Abschnitt knapp mit 12-10 für sich und belegte somit den zweiten Platz in der Gruppe A, der zur Teilnahme am Halbfinale berechtigte.

In der Gruppe B spielte die Titelverteidigerin Melanie Kleinhempel aus Dortmund. Gleich in ihrer ersten Begegnung wartete mit Brigitte Otto-Lange eine harte Gegnerin auf Kleinhempel. Beide Spielerinnen hatten sich Ende Oktober bei der Nordwest-Qualifikation der Damen für die DM 2018 ihr Ticket für Kassel gesichert. Otto-Lange spielte im ersten Satz äußerst druckvoll und konnte diesen Durchgang mit 12-9 für sich entscheiden. Auch im zweiten Abschnitt konnte sie die Landesmeisterin von 2016 gut in der Abwehr beschäftigen und schnupperte schon am Matchgewinn. Kleinhempel holte sich diesen Satz jedoch letztendlich knapp mit 12-10. Im dritten Satz setzte sie sich dann deutlich mit 11-2 durch. Da beide Spielerinnen jedoch ihre weiteren Begegnungen gegen Livia Hecker und Dagmar Hahn aus Viersen relativ deutlich für sich entscheiden konnten, qualifizierten sie sich beide für das Halbfinale. Dort standen sich somit Sabrina Schmitz und Brigitte Otto-Lange im ersten sowie Melanie Kleinhempel und Angela Hune im zweiten Halbfinale gegenüber.

Wie gegen Kleinhempel konnte Otto-Lange auch gegen Schmitz im ersten Satz ihre Qualitäten im Angriff aufzeigen und einige gut herausgespielte Tore erzielen. Lange führte sie in diesem Satz. Gegen Ende des Durchgangs konnte Schmitz jedoch ihre eigenen Angriffsbemühungen einige Male mit schönen Toren krönen und gewann somit den Abschnitt noch mit 11-8. Im zweiten Satz setzte sich Schmitz dann deutlich beim 12-2 durch und zog somit ins Finale ein. Im anderen Halbfinale gewann Melanie Kleinhempel den ersten Durchgang gegen Angela Hune klar mit 11-3. Im zweiten Satz steigerte sich die Bonnerin und hielt den Abschnitt lange offen, bevor Kleinhempel diesen auf Grund der härteren Schläge noch mit 12-8 für sich entschied. Im Spiel um den siebten Platz setzte sich die Viersenerin Britta Heesen in einem vereinsinternen Duell gegen Livia Hecker mit 12-10 und 12-7 durch. Bei ihrer ersten Meisterschaft holte sich die Moerserin Tanja Janatzek den fünften Platz durch einen Sieg gegen Dagmar Hahn aus Viersen (12-6; 12-1). In einer knappen Begegnung im Spiel um den dritten Platz setzte sich Brigitte Otto-Lange mit 12-8 und 11-8 gegen Angela Hune durch und sicherte sich somit die Bronze-Medaille.

Wie im Vorjahr standen sich im Finale die beiden Dortmunderinnen Sabrina Schmitz und Melanie Kleinhempel gegenüber. Damals konnte sich letztere in zwei Sätzen durchsetzen. Das diesjährige Finale ging über drei Gewinnsätze. Von Beginn an übernahm Schmitz die Initiative und konnte den Druck über das gesamte Match aufrechterhalten. Somit gewann sie die Begegnung folgerichtig mit 12-4, 11-2 und 12-6 und holte ihren ersten Titel als Landesmeisterin.

Anders als bei den Damen war die Landesmeisterschaft der Herren gleichzeitig die Qualifikation für die DM 2018 in Kassel. Die sechs erstplatzierten würden sich dabei für die Deutsche Meisterschaft qualifizieren. Wie bei den Damen gab es bei den Herren in der Vorrunde zwei Gruppen. Dabei spielten in der Gruppe C fünf und in der Gruppe D vier Spieler. Auch hier würden sich wie bei den Damen die jeweils beiden Erstplatzierten für das Halbfinale qualifizieren. Somit wären diese Spieler auch schon sicher für die DM qualifiziert. Die weiteren fünf Spieler sollten in einer Runde jeden gegen jeden die Plätze 5-9 ausspielen, wobei Ergebnisse aus der Vorrunde mitgenommen würden. Dabei ging es in dieser Runde dann um die letzten beiden Plätze für die DM.

In der Gruppe C war der Landesmeister der letzten beiden Jahre, Murat Altunok aus Moers, der eindeutige Favorit. In seinen Begegnungen gegen Kevin Barth aus Dortmund, Stefan Lammertz aus Viersen und Harald Lott aus Bonn wurde er dieser Rolle auch problemlos gerecht. Alle diese drei Matches gewann er in jeweils zwei Sätzen, wobei er nie mehr als 7 Punkte seines Gegners zuließ. In der Begegnung gegen Alfons Vollmer aus Paderborn hatte Altunok jedoch eine größere Gegenwehr zu überwinden. Vollmer gewann den ersten Satz mit 12-8. Nachfolgend drehte Altunok jedoch auf und entschied die Durchgänge zwei und drei mit 11-3 und 11-3 für sich. Im entscheidenden Spiel um den zweiten Platz in der Gruppe, der zur Teilnahme am Halbfinale berechtigte, standen sich Kevin Barth aus Dortmund und Alfons Vollmer aus Paderborn gegenüber. Beide hatten nach den Niederlagen gegen Altunok ihre weiteren Matches gegen Lammertz und Lott gewinnen können. Nachdem Vollmer den ersten Durchgang mit 12-8 und Barth den zweiten Satz mit 11-6 jeweils an sich bringen konnten, musste der dritte Abschnitt die Entscheidung herbeiführen. Barth führte hier bereits mit 8-4 bevor Vollmer durch drei eigene Tore den Spieß umdrehte und mit 10-8 in Führung ging. Nach einem Fehlerpunkt und einem Tor durch Barth ging dieser seinerseits wieder mit 11-10 in Führung und war nur einen Punkt entfernt vom Halbfinaleinzug. Doch zum dritten Mal in diesem Satz wendete sich das Blatt. Durch ein Tor und einen abschließenden Fehler seitens Barth gewann Vollmer den Satz und damit das Match mit 13-11 und zog neben Altunok ins Halbfinale ein. Um die Plätze 5-9 sollten nachfolgend Barth, Lammertz und Lott spielen. Dabei nahm Barth schon zwei Siege aus den Vorrundenspielen gegen Lott und Lammertz mit. Letzterer verlor seine Begegnung allerdings nur denkbar knapp mit 9-12 und 11-14, was im weiteren Verlauf des Turniers noch eine große Bedeutung haben sollte. Außerdem konnte Lammertz Harald Lott aus Bonn in zwei Sätzen besiegen und nahm einen Sieg mit in die nachfolgende Runde.

In der Gruppe D waren Stefan Peters aus Viersen, zweiter der letztjährigen Landesmeisterschaft, und Andreas Schmitz aus Dortmund, dritter der Titelkämpfe im vergangenen Jahr, die Favoriten auf den Einzug ins Halbfinale. Dieser Rolle wurden beide auch gerecht. Sie konnten die beiden Moerser Eric Klumb und Simon Janatzek jeweils in zwei Sätzen besiegen. In der direkten Begegnung zwischen Schmitz und Peters ging es somit um den Gruppensieg und eine gute Ausgangslage für das Halbfinale. Peters überrollte seinen Gegner im ersten Satz und ließ ihm beim 12-2 keine Chance. Diese Tendenz setzte sich im zweiten Durchgang zunächst fort und der Viersener führte auch hier schnell mit 10-2 und war nur noch einen Punkt entfernt vom Sieg. Anschließend drehte Schmitz jedoch auf. Ihm gelangen fünf Tore hintereinander und er konnte den Satz noch mit 12-10 für sich entscheiden. Im dritten Satz konnte Peters dann jedoch den Sack zu machen und gewann diesen wieder ungefährdet mit 12-4. Klumb und Janatzek spielten mit Barth, Lammertz und Lott nachfolgend um die Plätze 5-9. Dabei nahm Janatzek aus der Vorrunde einen Sieg aus der Begegnung gegen seinen Vereinskameraden Klumb mit.

In dieser Runde konnte Lammertz die Begegnungen gegen Eric Klumb und Simon Janatzek jeweils in zwei Sätzen für sich entscheiden. Dabei schlug er letzteren relativ deutlich mit 11-4 und 12-4. Lammertz hatte somit inklussive des Sieges gegen Lott aus der Vorrunde drei Siege auf dem Konto. Da Kevin Barth aus Dortmund seine Begegnung gegen Eric Klumb aus Viersen in dieser Gruppe auch in zwei Sätzen gewinnen konnte und er aus der Vorrunde, wie bereits erwähnt, schon zwei Siege gegen Lammertz und Lott auf der Habenseite hatte, standen für ihn vor der letzten Begegnung gegen Janatzek eebenfalls drei Siege zu Buche. Nach dem Sieg aus der Vorrunde gegen Klumb und einem Erfolg gegen Lott hatte Simon Janatzek vor der letzten Begegnung gegen Barth zwei siege auf der Habenseite. Er musste dieses Match also unbedingt gewinnen, um mit Barth und Lammertz nach Siegen gleichzuziehen. Mit einer sehr konzentrierten leistung vor allem in der Abwehr gelang ihm dieses Kunststück und er gewann das Match relativ deutlich mit 11-6 und 11-2. Hingegen produzierte Barth in dieser Auseinandersetzung eine Vielzahl von eigenen Fehlern und spielte im Angriff relativ harmlos. Somit hatten alle drei Sportler, Lammertz, Janatzek und Barht drei Siege in der Abschlusstabelle. Nun musste der direkte Vergleich der Begegnungen untereinander über die Platzierungen und letztentlich auch über die Teilnahme an der DM entscheiden. Auch hier hatten alle drei Sportler jeweils einen Sieg und eine Niederlage. Da die drei Matches auch jeweils in zwei Sätzen entschieden wurden, war auch das Satzverhältnis der drei Sportler in ihren Begegnungen untereinander identisch, jeweils 2-2. Somit mussten die gespielten Punkte in den Sätzen herangezogen werden. Da Lammertz gegen Janatzek relativ deutlich gewonnen und gegen Barth nur knapp verloren hatte, besaß er ein positives Punkteverhältnis von +9. Die relativ hohe Niederlage gegen Lammertz konnte Janatzek durch den hohen Sieg gegen Barth fast ausgleichen und kam auf ein Punkteverhältnis von -1. Durch die hohe Niederlage gegen Janatzek hatte Barth ein relativ schlechtes Punkteverhältnis von -8. Somit belegte Lammertz in der Rangliste der Landesmeisterschaft den fünften und Janatzek den sechsten Rang. Durch diese Platzierungen konnten sie sich als letzte beiden Spieler das Ticket für die DM-Teilnahme sichern. Vor allem für Janatzek ist dies ein geradezu sensationeller Erfolg, da er erst seit einigen Monaten im Showdown aktiv ist. Barth blieb nur der undankbare siebte Platz, nachdem er in der Vorrunde bei der knappen Niederlage gegen Vollmer noch beinahe ins Halbfinale eingezogen wäre. Durch einen Sieg gegen Harald Lott konnte sich Eric Klumb den achten Platz bei der Landesmeisterschaft sichern.

In der Vorschlussrunde standen sich Murat Altunok und Andreas Schmitz im ersten sowie Stefan Peters und Alfons Vollmer im zweiten Halbfinale gegenüber. Der Titelverteidiger Altunok konnte seiner Favoritenrolle im ersten Semifinale weitgehend gerecht werden. Nach einem relativ deutlichen 11-6 im ersten Satz, lag er zwar im zweiten Satz mit 5-8 hinten, drehte dann aber auf und gewann diesen Satz noch mit 11-8 und zog zum dritten Mal hintereinander ins Finale einer Landesmeisterschaft ein. Deutlich enger verlief das zweite Halbfinale zwischen Vollmer und Peters. Nachdem der Paderborner Vollmer den ersten Satz mit 12-8 für sich entscheiden konnte, holte sich Peters den zweiten Durchgang mit 11-7. Im dritten und entscheidenden Durchgang blieb es lange ausgeglichen. Beim stand von 10-10 gelang Vollmer der entscheidende Treffer zum Sieg. Somit zog er zum ersten Mal in das Finale der Landesmeisterschaft ein. In der Begegnung um den dritten Platz setzte Sich anschließend Peters in einem weitgehend engen Match mit 12-6, 10-12 und 11-9 gegen Andreas Schmitz durch. Ähnlich wie das Damenfinale verlief auch das der Herren, indem sich Altunok deutlich in drei Sätzen gegen Vollmer durchsetzen konnte.

Abschließend ist zunächst der Tischballgruppe aus Viersen zu danken, die die Räumlichkeiten zur Verfügung stellte, den Plattentransport organisierte und für eine gute Verpflegung während des Turniertages sorgte. Schließlich gilt der Dank aller Spielerinnen und Spieler Eliane Exner, Julian Rosenthal, Victoria Reul-Kallenberg, Marcus Mans und Benjamin Neue, die die 46 Begegnungen der Landesmeisterschaften als Unparteiische hervorragend leiteten.

Hier noch die Ranglisten der beiden Titelkämpfe:

Herren:

  1. Murat Altunok (BSWG Moers)
  2. Alfons Vollmer (TV Paderborn)
  3. Stefan Peters (Tischball Viersen)
  4. Andreas Schmitz (BSSV Dortmund)
  5. Stefan Lammertz (Tischball Viersen)
  6. Simon Janatzek (BSWG Moers)
  7. Kevin Barth (BSSV Dortmund)
  8. Eric Klumb (BSWG Moers)
  9. Harald Lott (BSV Bonn)

Damen:

  1. Sabrina Schmitz (BSSV Dortmund)
  2. Melanie Kleinhempel (BSSV Dortmund)
  3. Brigitte Otto Lange (BSWG Moers)
  4. Angela Hune (BSV Bonn)
  5. Tanja Janatzek (BSWG Moers)
  6. Dagmar Hahn (Tischball Viersen)
  7. Britta Heesen (Tischball Viersen)
  8. Livia Hecker (Tischball Viersen)