Blind-Sehend-Turnier 2018 in Herne

geschrieben von Kevin Barth

Am 8. September fand im Leistungszentrum Showdown Herne zum ersten Mal das Blind-Sehend-Turnier statt. Teilnehmen konnten Zweierteams, jeweils bestehend aus einem blinden und einem sehenden Spieler. Letztendlich traten zehn Teams an, die in zwei Fünfergruppen aufgeteilt wurden. Darunter waren acht Spielerinnen und Spieler, die bereits an einer deutschen Meisterschaft teilgenommen haben. Fünf weitere sind zurzeit in Mannschaften der zweiten Bundesliga aktiv. Vertreten waren die Standorte Herne, Dortmund, Moers, Viersen, Düsseldorf, Kassel, Frankfurt, Erlensee und Hamburg. Mit dem Turnier wollte der Standort Herne auf den Umstand aufmerksam machen, dass der inklusive Sport Showdown leider keine sehenden Spielerinnen und Spieler nach den geltenden IBSA-Regeln zulässt.

Gruppenfoto

Die Spiele dieses Turniers wurden auf zwei Gewinnsätze gespielt. Für die ersten beiden Sätze konnte jedes Team wählen, wer welchen Satz spielt. War nach zwei Durchgängen noch kein Sieger gefunden, entschied die Münze, wer jeweils für welches Team den Entscheidungssatz spielte. Die besten zwei jeder Gruppe qualifizierten sich für das Halbfinale. Die Plätze Fünf bis Zehn wurden ebenfalls noch ausgespielt.

In Gruppe A setzten sich die Teams „Dumbledores Armee“ mit Tina Bohn und Nicole Kampa und „Rock am Ring“ mit Stefan Lammertz und seinem sehenden Partner Daniel durch. Gruppe B wurde von den „Showdowntrainern“ bestehend aus Christian Siegemeyer und Patrick Walterscheid dominiert. Dahinter konnten drei Teams zwei Siege verbuchen. Im direkten Vergleich hatten „Die Blindenstöcke“ mit Eliane Exner und ihrem erst 14-jährigen Schüler Patrick die Nase vorne. Sie entschieden auch ihr Halbfinale gegen „Dumbledores Armee“ in drei Sätzen für sich. Im anderen Spiel der Vorschlussrunde siegten „Die Showdowntrainer“ klar gegen „Rock am Ring“.

Das Spiel um Platz drei wurde von „Dumbledores Armee“ in drei Sätzen gegen „Rock am Ring“ gewonnen. Ebenfalls Spannung bot das Finale. Den ersten Durchgang holte Patrick Walterscheid für die Showdowntrainer gegen seinen jüngeren Namensvätter. Anschließend konnte Eliane Exner für „Die Blindenstöcke“ ausgleichen, nachdem sie gegen Christian Siegemeyer einen Rückstand aufgeholt hatte. Für den finalen dritten Durchgang wurden Siegemeyer und der erst 14-jährige Patrick an die Platte gelost. Der Youngster aus Düsseldorf wehrte sich nach Kräften, aber am Ende behauptete sich Siegemeyer und holte den Satz relativ deutlich für „Die Showdowntrainer“. Sie bekamen als Sieger des Turniers später einen Pokal und einen Amazongutschein im Wert von 100 Euro überreicht.

Ein großer Dank gilt den Schiedsrichtern Markus Mans, Markus Krüger, Ahmet Kozlu und Viktoria Reul-Kalenberg. Da es für zwei der vier Schiedsrichter das erste Turnier war, stand ihnen außerdem Andreas Schmitz mit Rat und Tat als Mentor zur Seite. Bei einem gemeinsamen Abendessen ließen Spieler und Verantwortliche den Tag ausklingen. So manch einer hatte vom Spielen nicht genug und so geht das Gerücht um, dass die beiden tschechischen Platten noch bis spät in die Nacht in Beschlag genommen wurden.

Ergebnisliste:

  1. „Showdowntrainer“: Christian Siegemeyer und Patrick Walterscheid
  2. „Blindenstöcke“: Eliane Exner und Patrick
  3. „Dumbledores Armee“: Nicole Kampa und Tina Bohn
  4. „Rock am Ring“: Daniel und Stefan Lammertz
  5. „Herrengedeck“: Tanja Janatzek und Kevin Barth
  6. „Hawkeye“: Thomas Weber und Sarah Pisek
  7. „Schlaubis“: Katharina Steffen und Simon Janatzek
  8. „Alsterschläger“: Nikolaus Schippel und Holger Heidmann
  9. „Die Unbekannten“: Juliane Steffen und Brigitte Otto-Lange
  10. „Ösis“: Dieter Körner und Britta Heesen