Letzte Süddeutsche Meisterschaft – So turbulent, wie noch nie!

geschrieben von Eli Osewald

Von Samstag, 10. bis Sonntag, 11.11.2018 fand in Erlensee die vorerst letzte Süddeutsche Meisterschaft im Showdown statt. Beim zukünftigen Einzelliga-System wird dieses Turnier in dieser Form nicht mehr stattfinden.

Aus Würzburg, Erlensee, Nürnberg, Kassel, Marburg und Frankfurt sollten 18 Spieler teilnehmen. Kurz vor Turnierbeginn musste Martin Osewald aus Frankfurt aus familiären Gründen das Turnier absagen. Das Schiedsrichterteam und Eli Osewald, Turnierleitung, entschieden, einen Spieler der jetzt einzigen Fünfergruppe in eine andere Vierergruppe zu sortieren, um ein gerechtes Stärkeverhältnis herzustellen. Auch wurde der Spielmodus für den Bereich der Plätze 13-17 dahingehend abgeändert, dass diese fünf Spieler in einer Gruppe ihre Platzierungen austragen würden. Das zog eine Spielplanänderung nach sich, die von Eli, auch zuständig für die EDV, im Laufe des Tages in den vorhandenen Spielplan eingebunden werden musste.

Bei der Begrüßung beschlossen alle anwesenden Standortvertreter, dass an diesem Turnier nur sieben der acht möglichen Plätze des Südens für die Deutsche Meisterschaft 2019 ausgespielt werden. Die Spieler der Plätze 8, 9 und 10 sollen mit Martin an einem separaten Termin den 8. Platz und die zwei Plätze für die Division B der zukünftigen Einzelliga ausspielen.
Eli plante bereits vor dem Turnier, alle wichtigen Informationen in regelmäßigen Abständen den Spielern per Mail zukommen zu lassen, so waren keine Aushänge oder Ankündigungen zwischendurch notwendig. Alle Teilnehmer waren über Veränderungen immer aktuell informiert.

Die erste Runde verlief reibungslos, es konnte Zeit durch die weggefallenen Spiele eingespart werden. Somit wurden manche Spiele vom Sonntag schon am Samstag gespielt, um den Ablauf am Sonntag zu entlasten.

Für Aufmerksamkeit sorgte Bernd Dorer aus Nürnberg. Er nahm in der Gruppenphase Stefan Collet aus Kassel einen Satz ab. Bernd spielte sich als zweiter seiner Gruppe ins Viertelfinale. Patrick Walterscheidt aus dem Ausrichterteam Erlensee war überglücklich, das Viertelfinale zu erreichen - eines seiner Ziele war damit umgesetzt.

Am Sonntag gewann Thade Rosenfeldt aus Marburg sein Viertelfinale gegen Robert Glojnaric aus Frankfurt in 3 zu 1 Sätzen. Deniz Kürtoglu aus Kassel hatte einen harten Kampf gegen Walterscheidt. In einem spannenden Spiel nahm der noch als Newcomer zu bezeichnende dem erfahrenen Spieler gleich die ersten zwei Sätze ab. Erst jetzt scheint Kürtoglu richtig im Spiel angekommen zu sein. Kürtoglu nahm das Spiel in die Hand und entschied die nächsten drei Sätze für sich, wobei er sich von Satz zu Satz steigerte. Im dritten Viertelfinale kam es zum Kasselduell zwischen Stefan Collet und Horst Griffaton. Auch hier gab es ein spannendes Spiel über fünf Sätze, das Collet verdient gewann. Bernd Dorer überraschte das Publikum im vierten Viertelfinale erneut. Er nahm seinem Gegner Manfred Scharpenberg aus Frankfurt einen Satz ab.

Im Bereich der Plätze 5 bis 8 stellte sich Dorer dem Frankfurter Spieler Glojnaric und holte sich auch hier einen Satz. So war es keine Überraschung mehr, dass sich der Nürnberger weiterhin wehrte. Im Spiel um den hintersten, direkten DM-Platz zwang er seinen Gegner Griffaton in den dritten Satz, in welchem der Kasseler jedoch siegte. Dorer hat über die zusätzlich eingeräumte Spielrunde nochmals die Möglichkeit auf spannende Spiele.
Patrick Walterscheidt, möglicherweise durch seinen Einzug ins Viertelfinale so gepuscht, machte im Bereich 5 bis 8 seinen Durchmarsch. Er bezwang zuerst Griffaton mit 2 zu 0 und danach Glojnaric mit 2 zu 0 Sätzen.

Im Halbfinale Rosenfeldt, amtierender Deutscher Meister, gegen Scharpenberg, legte der Favorit mit 11 zu 1 und 11 zu 5 die Messlatte hoch. Ob er dann Kraft tanken musste? Jedenfalls gingen die nächsten beiden Sätze mit jeweils 11 zu 4 an den Frankfurter. Jetzt drehte sich das Blatt wieder und Rosenfeldt gewann den fünften Satz souverän mit 12 zu drei. Das zweite Halbfinale sollte ein Kasselduell zwischen Collet und Kürtoglu sein. Deniz Kürtoglu musste passen, da er mit seinem Hund aufgrund einer Verletzung dringend zum Tierarzt musste.

Kürtoglu war rechtzeitig zum Spiel um Platz drei zurück, welches mit 10 Minuten Verspätung unter der Leitung der Berliner Schiedsrichter Thomas und Benjamin gegen Manfred Scharpenberg startete. Dieses Spiel hatte es in sich! Bereits zum dritten mal startete Scharpenberg in solch einer Begegnung gegen Kürtoglu mit zwei Sätzen für sich. Im dritten Satz begann die Aufholjagd. Kürtoglu entschied zwei Sätze für sich. Bis hier hin dauerte das Match schon über eine Stunde. Im Entscheidungssatz nahm Scharpenberg früh sein Timeout direkt gefolgt von einem Medical Timeout. Durch dieses lange Spiel musste jetzt das Schiedsrichterteam wechseln, sonst hätte das Berliner Team seinen Zug verpasst. Das Spiel ging spannend weiter. Beim Stand von 9 zu 6 für Kürtoglu erzielte dieser sein Siegtor. Erleichterung auf ganzer Linie - Das Spiel ging knapp 1,5 Stunden.

Mit einer Stunde Verspätung startete das Finale zwischen Stefan Collet und Thade Rosenfeldt, eine spannende Spielpaarung, die wir bereits im April 2018 an der Deutschen Meisterschaft erleben durften. Als manche Zuschauer zum Spiel gehen wollten, war dieses bereits vorbei - Rosenfeldt besiegte Collet in einem schnellen Spiel mit mit 12 zu 9, 11 zu 0 und 11 zu 8.

Bei Der Siegerehrung erhielt jeder Spieler von Platz 4 bis 17 eine Medaille und ein paar persönliche Worte durch Eli Osewald. Thade Rosenfeldt aus Marburg nahm neben dem Turnierpokal den mitgebrachten Wanderpokal zum zweiten mal wieder mit nach Hause.
Dankeschön an den Ausrichter SSC Erlensee! Dankeschön auch an die Schiedsrichterin Tanja und die Schiedsrichter Thomas, Benjamin, Alexander und Julian.

Und hier die Platzierungen:
17. Niklas Leonhardt
16. Oliver Dietrich
15. Horst Göttler
14. Thomas Weber
13. Matthias Kübert
12. Fabian Münzer
11. Antonio Michienzi
10. Thomas Horn
9. Christoph Niehaus
8. Bernd Dorer
7. Horst Griffaton
6. Robert Glojnaric
5. Patrick Walterscheidt
4. Manfred Scharpenberg
3. Deniz Kürtoglu
2. Stefan Collet
1. Thade Rosenfeldt