Nordwest-Qualifikation der Damen 2018 – Spannung bis zum Ende!

geschrieben von Christian Siegemeyer

Am 1. Dezember 2018 wurde im Showdown-Leistungszentrum in Herne die Nordwest-Qualifikation der Damen für die Deutsche Meisterschaft 2019 ausgetragen. Es waren ursprünglich zwölf Damen aus den Standorten Braunschweig, Bremen, Dortmund, Düsseldorf, Hamburg, Hannover, Moers und Viersen angemeldet. Allerdings mussten kurzfristig Sabrina Schmitz aus Dortmund sowie die einzige Düsseldorferin Eliane Exner krankheitsbedingt absagen. Die Nordwest-Doppelregion verfügt neben vier regulären DM-Startplätzen über eine regionale Wildcard, welche nun die amtierende Landesmeisterin und Deutsche Vizemeisterin Sabrina Schmitz erhält. Der Standort Viersen darf darüber hinaus noch seine Ausrichter-Wildcard für die DM vergeben.

Die Sportlerinnen wurden in der Vorrunde zunächst in zwei Fünfergruppen eingeteilt, in denen jeweils jede gegen jede spielte. Die Gruppenersten bis Gruppendritten wurden im Anschluss in eine Sechsergruppe eingeteilt, in der wiederum jede gegen jede antrat, wobei bereits erspielte Ergebnisse aus der Vorrunde mitgenommen wurden. Die Gruppenvierten und -fünften spielten im K.O.-System die Plätze 7 bis 10 aus.

In Gruppe A entbrannte ein harter Kampf um die Gruppenspitze zwischen Brigitte Otto-Lange, Martina Reicksmann und Katrin Lüdeke. Letztere erwies sich als sehr stark gegenüber den beiden DM-erfahrenen Spielerinnen. Sie nahm Otto-Lange den ersten Satz ab und unterlag Reicksmann nur knapp mit 9:12 und 11:13. Das Trio besiegte sowohl die Viersenerin Dagmar Hahn als auch die erst zwölfjährige Leni Quinders jeweils in zwei Sätzen, wobei Quinders im zweiten Satz gegen Martina Reicksmann eine beeindruckende Leistung zeigte, da sie diesen "nur" mit 10:12 an die deutlich erfahrenere Spielerin abgab.

Im Spiel gegen Dagmar Hahn hatte Quinders klar die Nase vorn, als sie ihrer Kontrahentin das Spiel mit einem doppelten 12:4 abnahm. Im finalen Kampf um die Gruppenspitze zwischen Martina Reicksmann und Brigitte Otto-Lange kam Reicksmann zunächst nicht so recht in das Spiel rein, so dass Otto-Lange den ersten Satz mit 11:0 gewann. Im zweiten Satz drehte Reicksmann jedoch auf und erspielte sich den Satzausgleich. Im Entscheidungssatz setzte sich Otto-Lange dann wieder durch und sicherte sich den ersten Platz in ihrer Gruppe.

Melanie Kleinhempel beherrschte die Gruppe B dermaßen, dass sie nur einen einzigen Satz an Britta Heesen aus Viersen abgab. Auch die übrigen Spielergebnisse dieser Gruppe fielen insgesamt eindeutiger aus als in der anderen Gruppe. Tanja Janatzek spielte sich souverän als Zweitplatzierte der Gruppe B in die Runde der oberen Sechs, die Ivonne Wächter mit ihren beiden Siegen über die Britta Heesen und Erika Nolle komplettierte, welche ihrerseits Heesen in drei Sätzen besiegte.

In der K.O.-Runde um die Plätze 7 bis 10 dominierte die jüngste Spielerin der Showdown-Bundesliga Leni Quinders, die besonders im Spiel um Platz 7 ihrer Gegnerin Erika Nolle insgesamt nur drei Punkte überließ. Das Spiel um Platz 9 zwischen den beiden Viersenerinnen Dagmar Hahn und Britta Heesen ist für die einen schlicht das Spiel um den vorletzten Platz, für die anderen „das wohl kleinste Finale der Welt“: Dieses Spiel sollte darüber entscheiden, welche der beiden Damen mit der Ausrichter-Wildcard zur DM fahren darf. Dementsprechend hart umkämpft war der erste Satz, der mit einem engen 12:10 an Hahn ging. Im zweiten Satz ließ Hahn keinen Gegenpunkt zu und sicherte sich somit das DM-Ticket.

In der Hauptrunde der ersten Sechs setzte Melanie Kleinhempel ihren Durchmarsch ohne Satzverlust fort. Auch Tanja Janatzek gewann ihre noch ausstehenden Spiele und erreichte in ihrer ersten DM-Qualifikation einen überragenden zweiten Platz. Während Katrin Lüdeke in dieser Runde keinen einzigen Satz mehr gewinnen konnte, lief Ivonne Wächter noch einmal zur Höchstform auf, als sie Brigitte Otto-Lange in drei Sätzen und Katrin Lüdeke in zwei deutlichen Sätzen besiegte. Da Otto-Lange aber bereits in der Vorrunde der Bremerin Martina Reicksmann in drei Sätzen besiegt hatte, war bereits zu Beginn des letzten Spiels zwischen Wächter und Reicksmann klar, dass dieses Spiel schlussendlich entscheiden würde, welche beiden Spielerinnen von den dreien die DM-Riege vervollständigen würde.

Die Bremerin behielt hier klar die Oberhand und besiegte Wächter mit 12:0 und 11:7, so dass Martina Reicksmann und Brigitte Otto-Lange sich nun ebenfalls über ein DM-Ticket freuen dürfen. Neben der Leistung der vier DM-Teilnehmerinnen 2019 sind aber auch die Turnierleistungen von Ivonne Wächter und Katrin Lüdeke ein Beleg dafür, dass in Showdown Germany die Leistungsdichte zunehmend enger wird, was unseren schönen Sport wunderbar belebt!

Der Regionalleiter des Westens und Turnierleiter Alfons Vollmer dankte den Schiedsrichtern Markus Mans, Marlene Radtke, Victoria Reul-Kallenberg, Julian Rosenthal, Manou Schad und Christian Siegemeyer für ihren Einsatz sowie Tanja und Simon Janatzek dafür, dass sie einmal mehr ihre Räumlichkeiten für das Turnier zur Verfügung gestellt und einen sehr angenehmen Rahmen für dieses Turnier geschaffen haben. Gerade ihr Engagement und ihre Investitionen in Showdown kann nicht hoch genug gelobt werden!

Ranking:

  1. Melanie Kleinhempel (BSSV Dortmund, qualifiziert für die DM 2019)
  2. Tanja Janatzek (BSWG Moers, qualifiziert für die DM 2019)
  3. Martina Reicksmann (Bremen 1860, qualifiziert für die DM 2019)
  4. Brigitte Otto-Lange (BSWG Moers, qualifiziert für die DM 2019)
  5. Ivonne Wächter (BSV Hamburg)
  6. Katrin Lüdeke (BSA Hannover)
  7. Leni Quinders (BSWG Moers)
  8. Erika Nolle (BSA Braunschweig)
  9. Dagmar Hahn (Tischball Viersen, Ausrichter-Wildcard für die DM 2019)
  10. Britta Heesen (Tischball Viersen)

Regional-Wildcard für die DM 2019: Sabrina Schmitz (BSSV Dortmund)