Finale Damen - Antje vs. Birgit (Foto: R. Tank)

Von Samstag, 07. bis Sonntag, 08.01.17 fanden in der Paul-und-Charlotte-Kniese-Schule Berlin gleich zwei Turniere mit enormem Spielniveau parallel statt. Sowohl bei dem Qualifikationsturnier Ost der Männer mit 10 Spielern als auch beim Qualifikationsturnier der Doppelregion Süd-Ost der Frauen mit 12 Spielerinnen galt es, Plätze zur Deutschen Meisterschaft 2017 zu erspielen.

An drei Showdown-Tischen wurden im Wechsel Männer- und Frauen-Spiele ausgetragen. Dass solch eine Mischung und deren Organisation klappen, hat der Berliner Blinden- und Sehbehinderten-Sportverein von 1928 e. V. (BBSV) und sein Team mit großem Erfolg bewiesen. Auch die Schiedsrichter leiteten mit Ruhe die vielen unterschiedlichen Spiele. Ohne all diese Personen wäre solch ein Turnier nicht möglich. Herzlichen Dank!

Pokale in Form des Berliner Fernsehturms (Foto: R. Tank)

...Weiterlesen Erstmalig – Zwei Showdown-Qualifikationen parallel – Das klappt!

Bei der vergangenen Deutschen Meisterschaft im Showdown in der Sportschule Kaiserau in Kamen bei Dortmund standen zwei hessische Spieler im Finale. Fünf der acht Viertelfinalisten kamen aus Marburg, Kassel und Frankfurt. Diese wurden Durch Sabrina Schmitz (Dortmund), Antje Samoray (Berlin) und Mario Rosenbaum (Hamburg) komplettiert.
Deniz Kürtoglu aus Kassel, erfahrener Spieler, holte sich am Ende den Titel gegen den Süddeutschen Meister von 2015 Christian Frenzel aus Marburg.
Kürtoglus Traum ist endlich wahr geworden. Durch diesen Sieg kann er im September an der Europameisterschaft in Italien teilnehmen.
Den 3. Platz belegte Antje Samoray aus Berlin, die wohl erfahrenste Spielerin Deutschlands. Auch sie hat sich die Möglichkeit der EM-Teilnahme damit gesichert.

2016_DM ersten drei

Sportlicher Ablauf und Ergebnisse zusammengestellt von Andreas Schmitz:
Die 32 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Meisterschaft wurden in 8 Vierergruppen von A-H eingeteilt. Die jeweils ersten drei Spielerinnen bzw. Spieler dieser Gruppen sollten in die nächste Runde gelangen. Eine Überraschung gab es in dieser Runde in Gruppe E: Der letztjährige Deutsche Meister, Benjamin Neue aus Berlin, handelte sich gleich zwei Niederlagen ein, gegen Stefan Collet aus Kassel 3-11, 11-6 und 6-11 und gegen Eliane Exner aus Dortmund 6-11 und 6-12. Durch einem Sieg gelang er auf den Dritten Platz in der Gruppe. Somit erreichte er die nächste Runde. In Gruppe F befanden sich mit Martin Osewald aus Frankfurt und Mario Rosenbaum aus Hamburg gleich zwei Deutsche Spitzenspieler der letzten Jahre. Da beide die Begegnungen gegen die anderen beiden Spieler in der Gruppe für sich entscheiden konnten, war bereits ihre erste Begegnung im Turnier entscheidend für den Gruppensieg. Osewald konnte sich dabei deutlich mit 11-4 und 12-2 durchsetzen. Pünktlich um 19 Uhr konnten die Begegnungen der ersten Runde am Freitagabend beendet werden.
Am Samstagmorgen ging mit Runde zwei weiter. In dieser wurden die jeweils ersten drei Spielerinnen bzw. Spieler zweier Gruppen der vorherigen Runde in eine neue Gruppe mit sechs Sportlerinnen und Sportlern zusammengefasst. Dabei wurden die Ergebnisse der Spiele aus der Runde 1 mitgenommen. In den nun vier Sechsergruppen sollten sich die jeweils vier Erstplatzierten für die nächste Runde Qualifizieren.
In Gruppe J konnte sich Eliane Exner aus Dortmund klar mit 5 Siegen durchsetzen. Dabei musste sie in diesen Begegnungen lediglich zwei Sätze abgeben. Ein harter Kampf entbrannte in dieser Gruppe um die Plätze 2 bis 4. Benjamin Neue, Stefan Collet und Murat Altunok hatten jeweils drei Siege und zwei Niederlagen auf dem Konto. Altunok belegte auf Grund des schlechteren Satzverhältnisses gegenüber seinen Konkurrenten den Platz vier. Neue konnte sich nur mit einem leicht besseren Punkteverhältnis vor Collet auf den zweiten Platz setzen.
In Gruppe K beherrschte Deniz Kürtoglu aus Kassel das Geschehen. Mit fünf Siegen bei nur einem Satzverlust belegte er Platz 1 in dieser Gruppe. Auf Grund eines besseren Satzverhältnisses gelangte Martin Osewald auf den zweiten Platz vor Mario Rosenbaum aus Hamburg, der wie Osewald drei Siege und zwei Niederlagen zu verzeichnen hatte. Der vierte Platz dieser Gruppe erreichte Cengiz Koparan aus Dortmund. Er und Elvira Osewald aus Frankfurt hatten jeweils zwei Siege und drei Niederlagen auf dem Konto. Koparan konnte sich lediglich auf Grund seines besseren Satzverhältnisses auf den vierten Platz schieben.
Sabrina Schmitz aus Dortmund belegte in der Abschlusstabelle der Gruppe L mit fünf Siegen den ersten Platz. Anders als in Gruppe J und K gestaltete sich hier die Situation eindeutig. Nach Schmitz platzierten sich Christian Frenzel aus Marburg mit vier Siegen auf dem zweiten, Robert Glojnaric aus Frankfurt mit drei Siegen auf dem dritten und Carsten Bender aus Dortmund mit zwei Siegen auf dem vierten Rang.
Ähnlich eindeutig gestaltete sich die Abschlusstabelle in der Gruppe M, in der Antje Samoray bei fünf Siegen und keinem Satzverlust unangefochten den ersten Platz belegte. Nach der Berlinerin folgten die beiden Kasseler Horst Griffaton mit vier Siegen und Birgit Riester mit drei Siegen auf den Plätze 2 bzw. 3. Mit zwei Siegen qualifizierte sich Andreas Schmitz aus Dortmund als letzter in dieser Gruppe für die dritte Runde.
Diese wurde mit einiger zeitlicher Verzögerung am Samstagnachmittag ausgespielt.
Die 16 verbliebenen Teilnehmer wurden nun in vier Vierergruppen eingeteilt, wobei in jeder Gruppe ein Erst-, Zweit-, Dritt- und Viertplatzierter der vorherigen Runde spielte. Die jeweils beiden Erstplatzierten dieser vier Gruppen sollten sich für das am Sonntagmorgen stattfindende Viertelfinale qualifizieren.
In der Gruppe O spielten die beiden Frankfurter Martin Osewald und Robert Glojnaric sowie die beiden Dortmunder Eliane Exner und Andreas Schmitz. Dabei konnte Exner die Leistungen aus den vorherigen Runden nicht ganz bestätigen. Zwar gewann sie das vereinsinterne Duell gegen Schmitz klar in zwei Sätzen (11-6 und 13-10), musste sich anschließend jedoch Glojnaric in drei Sätzen (11-7, 9-11 und 4-11) und Osewald in zwei Sätzen (4-11 und 5-11) geschlagen geben. Glojnaric konnte das Match gegen seinen Vereinskameraden Osewald knapp in drei Sätzen mit 12-9, 7-11 und 11-7 für sich entscheiden. Da er jedoch sein abschließendes Spiel gegen Schmitz deutlich mit 7-11 und 0-11 verlor, konnte sich Osewald, der seinerseits Schmitz mit 2-12, 11-7 und 11-5 besiegte, noch auf den ersten Platz der Gruppe vor Glojnaric setzen. Somit waren beide Frankfurter für das Viertelfinale qualifiziert.
In Gruppe P konnte sich Deniz Kürtoglu aus Kassel deutlich mit drei Siegen gegen den Dortmunder Murat Altunok (11-1, 11-9)), gegen seine Vereinskameradin Birgit Riester (11-7, 12-0) und gegen den Marburger Christian Frenzel (12-5, 11-2) durchsetzen. Das entscheidende Spiel um den zweiten Platz in dieser Gruppe entschied Frenzel mit 11-5 und 13-11 gegen Altunok für sich und qualifizierte sich wie Kürtoglu für das Viertelfinale.
Wie in Gruppe P spielten auch in Gruppe Q mit Stefan Collet und Horst Griffaton zwei Spieler aus Kassel. Sie trafen auf die beiden Dortmunder Sabrina Schmitz und Cengiz Koparan. Collet konnte dabei das vereinsinterne Duell gegen Griffaton mit 9-11, 11-3 und 12-2 für sich entscheiden. Nachfolgend besiegte er Schmitz knapp mit 5-11, 11-1 und 15-12 und Koparan klar mit 12-1 und 12-7 und belegte in dieser Gruppe den ersten Platz. Da sowohl Schmitz als auch Griffaton Koparan jeweils in zwei Sätzen besiegen konnten, ging es in der abschließenden Begegnung der beiden gegeneinander um den zweiten Platz in der Gruppe. Denkbar knapp konnte sich Schmitz dabei mit 11-9, 7-11 und 11-9 durchsetzen.
In Gruppe R konnte sich die dreimalige Deutsche Meisterin Antje Samoray aus Berlin klar mit drei Zweisatzsiegen gegen Benjamin Neue aus Berlin (13-11, 11-1), Mario Rosenbaum aus Hamburg (12-7, 12-6) und Carsten Bender aus Dortmund (11-9, 11-2) für das Viertelfinale qualifizieren. Rosenbaum und Neue gewannen jeweils in zwei Sätzen gegen Bender und machten unter sich den zweiten Platz in der Gruppe aus. Dabei setzte sich der Hamburger mit 11-8 und 11-9 in den Sätzen knapp durch.
Die Viertelfinale am Sonntagmorgen boten teilweise spannende und enge Begegnungen. Hier wurde über drei Gewinnsätze gespielt.
Lediglich im Match zwischen Antje Samoray und Sabrina Schmitz gab es mit der Berlinerin eine deutliche Siegerin, die die Begegnung mit 11-2, 11-3 und 12-3 für sich entscheiden konnte.
Schon in der Begegnung zwischen Stefan Collet und Mario Rosenbaum ging es über die volle Distanz von fünf Sätzen. Collet behielt mit 11-7, 6-11, 2-12, 11-3 und 12-8 nach einem 1-2 Satzrückstand dort doch noch die Oberhand.
Noch enger war die Begegnung zwischen Martin Osewald, letztjähriger zweiter der Deutschen Meisterschaft, und Christian Frenzel, amtierender Süddeutscher Showdownmeister. Osewald gewann den ersten Satz knapp mit 11-9 musste den zweiten Satz aber fast ebenso knapp mit 10-13 abgeben. Im dritten Satz konnte der Frankfurter den Spieß wieder umdrehen und gewann diesen wieder knapp mit 12-10. Nachfolgend konnte sich Frenzel jedoch steigern und gewann Satz vier und fünf mit 12-7 bzw. 11-8 und qualifizierte sich somit für das Halbfinale.
Aber es ging noch knapper. Bei der Begegnung zwischen Robert Glojnaric und Deniz Kürtoglu kamen die Zuschauer voll auf ihre Kosten. Glojnaric entschied den ersten Satz mit 12-10 für sich. Satz zwei holte sich dann Kürtoglu 11-7 ehe Glojnaric den dritten Satz mit 11-5 wieder an sich brachte. Danach hatte der Frankfurter schon im vierten Satz die Chance das Match für sich zu entscheiden, verlor diesen Durchgang jedoch mit 10-12. Und auch im Entscheidungssatz blieb es eng. Nach hartem Kampf holte sich Kürtoglu diesen erneut mit 12-10.
Nach den äußerst spannenden Viertelfinales verliefen die Halbfinales dann eher eindeutig. Christian Frenzel konnte sich in drei Sätzen mit 11-3, 11-9 und 11-5 gegen Stefan Collet durchsetzen.
Im anderen Halbfinale kam es zum vorweggenommenen Endspiel, da weder Deniz Kürtoglu noch Antje Samoray bis zu diesem Zeitpunkt ein Match verloren hatten. Dabei verlief jedoch nur der erste Satz knapp, den Kürtoglu mit 11-9 an sich brachte. Nachdem Samoray den zweiten Satz mit 12-5 gewinnen konnte, holte sich Kürtoglu die Sätze drei und vier mit 11-6 bzw. 11-1 und somit das Match.
Im anschließenden Spiel um Platz drei standen sich Antje Samoray und Stefan Collet gegenüber. Die Berlinerin behielt mit 11-4, 12-5 und 11-0 dabei die Oberhand und holte sich die Bronze-Medaillie.
Da mit Deniz Kürtoglu und Christian Frenzel zwei Neulinge im Finale einer Deutschen Meisterschaft im Showdown standen, war klar, dass es einen neuen Titelträger geben würde. Bereits im Finale der Süddeutschen Meisterschaft standen sich die beiden gegenüber. Dort behielt der Marburger Frenzel die Oberhand. Dagegen konnte sich Kürtoglu in der dritten Runde der aktuellen Deutschen Meisterschaft durchsetzen. Nach einem 2-7 Rückstand im ersten Satz nahm Kürtoglu eine Auszeit. Nachfolgend lief sein Spiel immer besser und er konnte den ersten Satz noch mit 12-8 an sich bringen. Im zweiten Satz blieb es durchgehend eng. Jedoch zeigte Kürtoglu am Ende bessere Nerven und gewann auch Satz zwei mit 11-9. Danach war der Widerstand von Frenzel gebrochen und Kürtoglu gewann Satz drei mit 11-1 und holte sich somit zum ersten Mal den Titel eines Deutschen Meisters im Showdown. Da der Kasseler im gesamten Turnierverlauf kein einziges Spiel verlor und lediglich im Viertelfinale am Rand einer Niederlage Stand, ist wohl kaum zu bestreiten, das er der verdiente Deutsche Meister 2016 ist.

Insgesamt nahmen 32 Spielerinnen und Spieler teil, die aus 12 Standorten kamen. Die Stimmung war prima, der Service und die Unterkunft wurden gut angenommen. Das Team um Andreas Schmitz und Carsten Bender leisteten hervorragende Arbeit, um diese tolle Veranstaltung auf die Beine zu stellen.
Die SchiedsrichterInnen hatten sicher einen anstrengenden Job, die vielen, schnellen, langen und ergebnisknappen Spiele zu leiten, was sie mit Bravour erledigten.
Allen ein herzlichen Dank und herzliche Glückwünsche zum Erfolg.
Nach der DM ist vor der DM, so können wir uns alle nun auf die im nächsten Jahr geschlechtergetrennte DM und ihre Qualifikationsturniere vorbereiten.
Hier noch die Ergebnisliste:
Finale Rangliste Showdown DM 2016
1. Deniz Kürtoglu, Kassel
2. Christian Frenzel, Marburg
3. Antje Samoray, Berlin
4. Stefan Collet, Kassel
5. Martin Osewald, Frankfurt
6. Sabrina Schmitz, Dortmund
7. Mario Rosenbaum, Hamburg
8. Robert Glojnaric, Frankfurt
9. Benjamin Neue, Berlin
10. Horst Griffaton, Kassel
11. Birgit Riester, Kassel
12. Murat Altunok, Dortmund
13. Andreas Schmitz, Dortmund
14. Cengiz Koparan, Dortmund
15. Carsten Bender, Dortmund
16. Eliane Exner, Dortmund
17. Marc Schuster, Marburg
18. Lutz Egeling, Quedlinburg
19. Andrea Vulprecht, Berlin
20. Alfons Vollmer, Paderborn
21. Thomas Giese, Berlin
22. Reinhard Winkelgrund, Cottbus
23. Elvira Osewald, Frankfurt
24. Heiner Schad, Bremen
25. Melanie Kleinhempel, Dortmund
26. Frank Meyer, Hannover
27. Peter Eisenach, Berlin
28. Martina Reicksmann, Bremen
29. Kevin Barth, Dortmund
30. Antonius Reicksmann, Bremen
31. Heiko Kuhlmann, Hannover
32. Stefan Peters, Viersen

Am letzten Samstag (09.01.) haben wir diese Showdown-Saison mit unserer Qualifikation zur DM 2016 in Dortmund eingeleitet. Und die war ein voller Erfolg!

Unter den angetretenen 18 Teilnehmern gab es einige Newcomer, die viel lernen konnten und - wie wir alle - ihren Spaß hatten.
In der Vorrunde gab es zwei Vierer- und zwei Fünfergruppen. Die Erst- und Zweitplatzierten waren dann unter den ersten Acht im Viertelfinale, wo es dann im Ausschlussverfahren weiterging.

Im so genannten kleinen Finale (Spiel um Platz 3) gewann Thomas gegen Lutz.
Im großen Finale standen sich Antje und Benni gegenüber, die es beide sehr spannend machten. Am Ende setzte sich Antje im dritten Satz mit ihrer Frauenpower doch noch durch.
Leider brachte der Zeitfaktor die schönen Planungen etwas in Schieflage, was die Organisatoren aber ganz elegant lösen konnten.
Alle, die dabei waren, haben diesen schönen Wettbewerbstag in fröhlicher Runde genossen und freuen sich schon auf die nächste Qualifikation.

Ein herzliches Dankeschön an die Schiedsrichter, die immer den anstrengendsten Job haben, und an die Organisatoren Gaby, Benni und Thommy.

Bis zum nächsten Mal!

Platzierungen:

  1. Antje BLN (DM)
  2. Benjamin BLN (DM)
  3. Thomas BLN (DM)
  4. Lutz QUE (DM)
  5. Peter BLN (DM)
  6. Reinhard COT (DM)
  7. Andrea BLN (DM)
  8. Thorsten BLN
  9. Carsten QUE
  10. Hauke BLN
  11. Eberhard BLN
  12. Matthias QUE
  13. Jens QUE
  14. Kevin BLN
  15. Steffi QUE
  16. Ilona BLN
  17. Gabriele COT
  18. Jasmin BLN

Andrea und Detlef Vulprecht

1

Dieser Link bringt euch zu einem Beitrag über den 3. Harzcup, welcher am vergangenen Wochenende in Quedlinburg gespielt wurde.
http://www.mdr.de/mediathek/fernsehen/sendung594432_clientId-2ac069f1-0ac4-42fe-8fed-81e5d4685e2b_zc-7931f8bf_zs-2d7967f4.html

Der litauische Blindensportverband lud vom 20.08. bis zum 23.08.2015 zum ersten IBSA-Turnier in das Kurstädtchen Druskininkai ein. 9 Nationen (Deutschland, Finnland, Frankreich, Italien, Litauen, Polen, Schweden, Slowakei, Tschechische Republik) folgten dem Aufruf. So nahmen insgesamt 9 Frauen und 26 Männer an diesem dreitägigen Wettkampf teil.

Gespielt wurde an 3 Platten. Dem litauischen Organisationsteam gelang es, so viele Schiedsrichter zu motivieren, dass es bei jedem Spiel einen (Haupt)Schiedsrichter und einen Scorekeeper gab. Aus Deutschland nahm Gabi Boster die Pfeife in den Mund und beäugte die Spiele.

Das Spielerfeld versprach, einige Überraschungen bereit zu halten. Mit Pierre Bertrand (FR) und Lucasz Byczkowski (PL) gingen zwar nur 2 Top-ten-Spieler an den Start, doch war das sehr ausgeglichene Mittelfeld nicht zu unterschätzen. Auch der Altersdurchschnitt wurde in diesem Turnier durch zahlreiche, noch recht junge Spieler, enorm gesenkt. Kevin Kjelldahl (SE), Wiktor Wojzik (PL) und Paulius Asmontas (LT) standen mit ihren 14 Jahren den „alten Hasen“ in nichts nach.
Während die Frauen in der Vorrunde in einer Vierer- und einer Fünfergruppe spielten, wurden die Männer in 4 Vierer- und 2 Fünfergruppen eingeteilt. Jeweils die ersten beiden Spieler einer Gruppe kamen weiter und spielten um die vorderen Plätze.

Thomas Giese, Benjamin Neue und Antje Samoray, die Deutschland in diesem Jahr in Litauen vertraten, erreichten alle die Runde der „Besten“. Das erste große Ziel war also geschafft. Gewünscht hatten es sich natürlich alle, aber tatsächlich damit gerechnet, hatten sie nicht. Die ersten 12 Männer wurden wieder in zwei Sechser-Gruppen eingeteilt. Bereits gespielte Spielpaarungen aus der Vorrunde wurden mitgenommen.
Mit dem 10. Platz für Thomas Giese und dem 8. Platz für Benjamin Neue konnten die Deutschen sehr zufrieden sein. Antje Samoray sicherte sich in einem spannenden Finale die Silbermedaille.

Die Organisatoren des Turniers kündigten im Vorfeld einen Mannschaftsvergleich an. Damit meinten sie jedoch kein Triple in gewohnter Weise. Vor Turnierbeginn hatten alle Nationen, welche daran teilnehmen wollten/konnten (es galten für die Spielermeldung die Bedingungen eines Triples nach den IBSA-Regeln), die Möglichkeit, ein Team zu melden. Gewertet wurden die Platzierungen der gemeldeten Spieler, indem alle Platzzahlen addiert wurden. Das Team mit der geringsten Punktzahl gewinnt. Bei Punktgleichheit mehrerer Mannschaften entschied die Platzierung des besten Mannes.
Dem deutschen Team gelang es, sich zwischen Polen und Frankreich auf dem fantastischen 2. Platz einzureihen.

image1

Im Folgenden noch alle Einzel- und Mannschaftsplatzierungen:

MEN
1 Mindaugas Dvylaitis LIT
2 Krystian Kisiel POL
3 Pierre Bertrand FRA
4 Lukasz Byczkowski POL
5 Petr Bayer CZE
6 Ondrej Kodet CZE
7 Rinaldo Massola ITA
8 Benjamin Neue GER
9 Žygimantas Matusevičius LIT
10 Thomas Giese GER
11 Christoffer Ornevik SWE
12 Jeremy Travert FRA
13 Lubos Zajic CZE
14 Jarno Vilen FIN
15 Dusan Milo SVK
16 Domenico Leo ITA
17 Wiktor Wojcik POL
18 Paulius Ašmontas LIT
19 Jouni Viitamaki FIN
20 Pavol Kubosko SVK
21 Jozef Horbal SVK
22 Stefano Greci ITA
23 Konsta Kuorikoski FIN
24 Kevin Kjelldahl SWE
25 Zdenek Barlok CZE
26 Ladislav Dubovan SVK

WOMEN
1 Elzbieta Mielczarek POL
2 Antje Samoray GER
3 Elvira Sjoblom SWE
4 Oksana Dobrovolskaja LIT
5 Aleksandra Chrzanowska POL
6 Ornella Punzo ITA
7 Charlotte Anceau FRA
8 Erika Šnaraitė LIT
9 Genoveffa Passero ITA

TEAM
1 Poland
2 Germany
3 France
4 Lithuania
5 Italy
6 Sweden

Ein Bericht von Lutz Egeling

Voriges Jahr haben wir eine Einladung zum Turnier der Marburger Showdown-Spieler bekommen. Da haben wir natürlich sofort zugesagt. Nun war das Wochenende vom
20. bis 22. März ran. Voller Vorfreude ging es am Freitag Vormittag los. Mit dabei waren Matthias, Jens, Carsten und
Lutz. Angelika begleitete uns bei dieser Reise.
Da wir unseren finanziellen Reisebeutel nicht so sehr belasten wollten, hatten wir die Anreise mit Regionalbahnen geplant. So waren wir eine ganze Weile unterwegs, sollten aber pünktlich 15.33 Uhr in Marburg ankommen, wo wir schon von Antonio, dem Verantwortlichen der Marburger Showdown-Gruppe, empfangen wurden.
Antonio hatte mir ja schon am Telefon gesagt, dass er eine Überraschung für uns hat, aber nichts näheres verraten. ...Weiterlesen Quedlinburger Spieler zu Gast in Marburg – Schon Freitag gab’s was auf die Ohren –

Dieses Treffen fand am 16. April 2014 statt. Initiiert wurde es von Julian Gröger, Vertreter der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg, im Rahmen des Projektes "Vereinswerkstätten". In diesem Projekt wird versucht, zwei Gruppen von Menschen zusammenzubringen, die ähnliches tun, dieses aber im normalen Leben nicht zusammen tun würden.

Vom ersten Kontakt bis zur Terminfindung verging einige Zeit. Am 16. April war es dann endlich soweit. Drei Berliner Spieler, Antje Samuray, Benjamin Neue und Thomas Giese sowie die Schiedsrichterin Gaby Boster machten sich auf den Weg nach Neuruppin. Wir luden unsere Showdownplatte in den Transporter des Blindenhilfswerkes, den sie uns zur Verfügung gestellt hatten. Gaby setzte sich hinters Steuer und fuhr uns und die Platte sicher zur Trainingshalle der Neuruppiner Tischtennisspieler. Dort angekommen, wurden wir sehr freundlich begrüßt und die Spieler des Neuruppiner Vereins packten mit an, luden die Platte aus und stellten sie auf. Nach einem kurzen miteinander bekannt machen erklärten wir das Spiel und die wichtigsten Regeln. Nun konnten die Tischtennisspieler es selbst einmal ausprobieren. Es spielten immer zwei Tischtennisspieler gegeneinander und wir gaben ihnen Tipps und Hinweise. Als jeder einmal ausprobiert hatte, wie es ist, wenn man einen Ball über die Platte schickt, wenn man ihn nur hören kann, startete ein kleines Turnier. Hier waren alle mit sehr viel Ehrgeiz dabei. Immerhin bekam der Erstplatzierte die Möglichkeit einen Satz gegen Antje zu spielen.

Nach circa 2 Stunden war unser Besuch auch schon wieder zu Ende. Wir bauten ab und packten ein. Bei der Verabschiedung hörten wir von vielen Tischtennisspielern, dass sie einen interessanten Nachmittag verbracht hatten und sie fasziniert seien, wie man nur mit dem Gehör einem Ball so kontrollieren kann.

Im Rahmen dieser Veranstaltung entstand ein Video, das die Vertreter der Heinrich-Böll-Stiftung gedreht und geschnitten haben. Dieses Video könnt ihr auf YouTube anschauen. Hier der Link dazu:

Hier der Link zur Webseite der Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg
http://www.boell-brandenburg.de/de

Thomas Giese

Nachdem alle sieben Spielerinnen und Spieler (Antje, Sabrina, Andrea, Deniz, Martin, Thomas, Andreas), sowie die vier Begleiter (Detlef, Benni, Hermann, Eliane) ihren Flug gut überstanden und ihre Zimmer bezogen hatten, ging es für einige erst einmal auf Erkundigungstour: Wo finde ich welchen Raum oder auch, wie genieße ich noch am besten die Sonne? etc. ...Weiterlesen Showdown EM in Schweden (13.-17.08.2014)

Von Helmut Küchner (Cottbus)

Am 26. Oktober 2013 fand in Stradow im Spreewald das 7. Internationale Freundschaftsturnier der Showdown-Gruppe Cottbus statt, an dem 16 Spieler und 4 Schiedsrichter aus drei Ländern — Holland, Tschechien und Deutschland — teilnahmen.

Unterstützt wurden sie von zwei Begleitern und acht Helfern, von denen sechs der „Firma Winkelgrund" angehören. Diese Familie ist seit 10 Jahren mit dem Showdown verbandelt, und jeder trug auf seine Weise zum Gelingen des außergewöhnlichen Blindensportereignisses bei. Reinhard — klar — mit der Gesamtorganisation mit Dutzenden Mails und Gesprächen; die unverwüstliche Gerlind als Hauptassistentin und Köchin, als Verantwortliche für Verpflegung,Versorgung und Kontakte; die Geschwister Lothar und Erika für die Turnierschreiberei mit buchhalterischer Genauigkeit als Voraussetzung für die Nachvollzugsmöglichkeit jedes einzelnen Spieles und für die Platzierungsberechnung (jeder bekam seine Urkunde); Maria als Küchenhelferin, Betreuerin und Fahrerin; Friedrich als Spielplatten-Transporter, -Auf und Abbauer (Vater und Sohn verstehen sich blind); und Karl, der „Jüngste aber nicht Geringste", stellte das Quartier auf seiner landschaftlich reizvoll gelegenen Teichwirtschaft, räumte aus und ein und lieferte den Spitzenbeitrag zum europäischen Abendmahl: die unvergleichliche Räucherforelle! ...Weiterlesen Ein kleiner Bericht über ein großartiges Turnier

Am 19.10.2013 fand das Regionalturnier der Region Ost, wie im vergangenen Jahr, in der Paul-und-Charlotte-Kniese-Schule in Berlin statt.

Es traten sieben Spieler aus Berlin, die sich durch eine Vorqualifikation in ihren Reihen das Startrecht erst erkämpfen mussten, sowie zwei Spieler aus Cottbus und drei aus Quedlinburg, an.

Es wurden zwei Sechsergruppen gebildet, von denen dann die besten 4 jeder Gruppe sich die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft erspielen sollten.
Schnell stellte sich heraus, dass die Berliner mit ihren quantitativ und natürlich qualitativ bestens besetztem Kader, es den anderen Teilnehmern sehr schwer machen würden, einen Startplatz bei der DM zu ergattern. Wobei sie auch noch einen Nachwuchsspieler, mit der erst 11jährigen Sarah am Start hatten, die mit ihrer aufgeschlossenen Art für beste Stimmung am Turniertag sorgte. Da braucht den Berlinern auch in Zukunft nicht bange werden.

So war es dann auch nicht überraschend , dass sich sechs Berliner, mit Antje, Andrea, Thomas, Detlef, Benjamin und Peter in die nächste Runde kämpfen konnten. Dazu gesellten sich Reinhard aus Cottbus und Lutz aus Quedlinburg.
In der nächsten Runde wurden dann die noch nicht gespielten Partien der Vorrunde in jeder Gruppe der besten vier bestritten. Um ein aussagekräftiges Endergebnis zu bekommen, spielten danach die dritten und vierten sowie ersten und zweiten jeder Gruppe gegeneinander. Dann kam es zum direkten Vergleich zwischen den beiden Gruppen-Vierten bis hin zum Finale der Gruppen-Ersten.

Das Spiel um Platz 3 zwischen Thomas und Detlef war an Spannung und Tempo kaum zu überbieten und fand erst im dritten Satz einen Sieger mit Thomas.
Aber auch Antje und Benjamin machten es im Finale nicht weniger spannend. Schon vor dem Spiel wurde mit „privaten Bestechungsversuchen“ gearbeitet. Antje konnte sich dann aber in einem tollen Zweisatzspiel durchsetzen.

So muss man sagen, die Berliner haben das Turnier dominiert, nur Reinhard konnte in ihre Reihen einbrechen.

Die Spiele geleitet haben Gabi, Kathrin, Stefan, Martin und Thomas N. Vielen Dank!
Die Versorgung mit Essen und Getränken erfolgte über eine Schülerfirma der Schule. Auch dafür vielen Dank.

Ergebnisse:
1. Antje Samoray
2. Benjamin Neue
3. Thomas Giese
4. Detlef Vulprecht
5. Reinhard Winkelgrund
6. Andrea Vulprecht
7. Peter Eisenach
8. Lutz Egeling
9. Karsten Hesse
10. Gabriele Mitschke
11. Matthias Brandt
12. Sarah Weiß

21.10.2013 Lutz Egeling