Unser Sohn bringt Gerlind und mich mit dem Auto nach Prag. Eigentlich kennt er den Weg zur Charles Universität mit der Fakultät Physical Education and Sports vom vorigen Jahr. Aber er möchte ein neues Navigationsgerät ausprobieren.

Es spricht tschechisch und führt uns manchmal über unbekannte Wege, aber letztlich in 4 Stunden genau zum Ziel.

Ein bisschen Erwartungsspannung ist bei mir schon... Meine dritte Teilnahme bei SHOW – PRAGUE.  Kurz vor der    SHOWDOWN-Europameisterschaft wird Prag sicher als Leistungstest genutzt.  Gemeldet haben die Länder Holland, Schweden, Estland, Tschechische Republik,  Slovakei, Italien, Slovenien und  Deutschland.

Zu dem Turnier hatte sich auch eine deutsche Spielerin Magdalena Wimmer gemeldet. Sie ist uns bisher unbekannt. Stefan Wimmer kannte sie auch nicht, der Name sei aber in Bayern häufig. Wir sind gespannt. Etwa ein neues Talent für die deutschen Frauen?.

Denn wer wagt sich außer Andrea zum Turnier nach Prag.

Die räumlichen Bedingungen sind dieses Mal ideal. So haben wir die Hoffnung, die heißen Sommertage, mit weit über 30 Grad ertragen zu können.

Bis auf die Mensa sind alle Räume für das Turnier in einem Gebäude in ruhiger und auch sonnengeschützter Lage. Die großen Schlafräume der Uni sind zu Spielräumen und auch zu Aufenthaltsräumen umgestaltet, in denen jeweils 2 Länder untergebracht sind. In den Aufenthaltsräumen  ein großer Tisch mit Stühlen. Bequeme Sessel und 4 Matratzen laden zur Erholung ein.

Also, was will ich mehr!

Bei einer entspannten und geräuscharmen Turnier Atmosphäre ergaben sich wieder viele Kontaktmöglichkeiten.

Die deutschen Teilnehmer waren dem Raum für Schweden zugeteilt.

Hier begegneten wir, erst etwas still, bald aber aufgeweckt, Magdalena Wimmer.. Leider kein heimliches Talent für Deutschland. Sie spricht ganz viel schwedisch und ist die Tochter von Krister Olenmo, natürlich ist die namentliche Veränderung mit Wissen des Veranstalters erfolgt. Was zum Gaudi mancher Spieler und Kampfrichter im Laufe des Turniers beiträgt.

Der Kampf um Siege und Punkte begann Freitag um 8.30 Uhr. Bis etwa 20.00 Uhr standen mir 7 Spiele mit 2 Gewinnsätzen bevor.

Für mich begann endlich einmal mein erstes Spiel mit einem Sieg gegen einen Italiener.

Ich kam relativ gut in meine Spiele, konnte im Laufe des Tages  auch einige starke Sätze hinlegen.. Glück und Pech hielten sich so die Waage.

Über die Spiele zeigte es sich wieder einmal: das Training zu Hause und harte Turnierspiele sind zwei Welten.

Recht machtlos kam ich mir beim Spiel gegen das junge holländische Talent, Leander Sachs vor. Schnell und unheimlich schlagstark wurde er dann nur im Turnierfinale von Peter Zidar aus Slovenien bezwungen, gegen den ich in meiner Vorrundengruppe auch klar verloren hatte.   .

Am Abend des ersten Spieltages konnte ich also zusammenrechnen; von 7 Spielen drei gewonnen und einen zusätzlichen Satz. 11 hart erarbeitete Punkte.

Am Sonnabend standen für mich noch 4 Spiele um die Platzierung an. Es wurden schöne, starke Spiele.

Zwei Spiele gewonnen, zwei verloren. Ein drittes Spiel im dritten Satz ganz knapp,nur wegen meiner Schusslichkeit, verloren. Weitere 8 Punkte erarbeitet.

Damit ist meine Turnier Abschluß Bilanz: 19 Punkte und  Platz 20 von 29  teilnehmern.

Mein bestes Ergebnis in Prag. Sicher nicht weltbewegend, besser bin ich nun einmal nicht. Ich bin trotzdem zufrieden.

Aus den feierlich gestalteten und sehr spannenden Finalspielen am Sonntag gab es folgende Platzierungen:

Männer:

Platz 1  Peter Zidar Slovenien

Platz 2  Leander Sachs  Niederlande

Platz 3. Sven van der Wege  Niederlande

Frauen.

Platz 1 Fürher Jana  Slovenien

Platz 2 Kos Sonja      Slovenien

Platz 3 Marcato Michaela Italien

Der absolute Turniersieger wurde dieses Jahr Peter Zidar aus Slovenien.

Für mich kann ich abschließend sagen: es war ein schönes Turnier in freundschaftlicher Atmosphäre. Die gelungene Raumaufteilung taten dem Turnierablauf gut.  Mit dem Ausspielen der Einzelplatzierungen fand ich das Turnier als gut gelungen.

Nächstes Jahr werde ich sicher wieder nach Prag fahren.

Die Rückfahrt am Sonntag in den überhitzten Zügen war dann aber nicht gerade angenehm.

Inzwischen ist diese Strapaze schon wieder vergessen.

Wer unbedingt die Ergebnisse aller Turnierspiele wissen will, kann sich bei mir melden, oder schaut ins Internet.

http://www.sport-nevidomych.cz/index.php?page=international_events.

Im August geht es  wieder auf zu einem neuen SHOWDOWN-Abenteuer nach Handen  in Schweden.

Reinhard, aus Cottbus, im Juli 2010

Als "angespannte Lockerheit" könnte man die optimale Schlägerhaltung bezeichnen, aber wir machen erstmal einen Schritt zurück...

Als wir in Berlin mit Showdown begannen wußten wir nicht viel über Turnierregeln und deren Auslegung, spielten mit altem Material und hatten auch wenig Ahnung davon, mit welcher Technik international gespielt wird. Weil Showdown ja ein schnelles Spiel ist, bei dem hart geschlagen wird, gingen wir zunächst davon aus, dass man auch seine Schlägerhaltung darauf einstellen muss - im Schutzhandschuh, immer schön fest und weit vorne am Griff zupacken! ...Weiterlesen Alles im Griff

Die Deutschlandtour von Torsten Resa hat viel Aufmerksamkeit für Showdown erzeugt - auch in Nürnberg hat das geklappt. Im "Bayernrundschlag", einem Podcast des Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbundes, wurde unser Sport vorgestellt.

Wer sich den Beitrag anhören möchte findet ihn hier. Auch die anderen Beiträge sind interessant und empfehlenswert.

In diesem Jahr findet die Europameisterschaft vom 11. bis 15. August in Hangine statt, da sich kein anderer Veranstalter angeboten hat, die Organisation zu übernehmen. Soweit mir bekannt, nimmt bisher kein deutscher Spieler teil. Für absolute Neulinge ist dieses Turnier noch nicht zu empfehlen.

Vom 7. - 10. Oktober findet nach 10 jähriger Pause wieder ein Showdown-Marathon in Dänemark statt. 42 Stunden Showdown am Stück - vorstellen kann ich mir das auch noch nicht, aber wir planen mit einer Gruppe Berliner Spieler dort teilzunehmen.

Außerdem gibt es eine Einladung aus Finnland zu Pajulahti Games vom 21. - 23.1.2011. Bei diesem Turnier ist Showdown nur eine von mehreren Sportarten, die dort gespielt werden. Hört sich sehr interessant an, aber es könnte eine Ecke zu weit weg sein - mal sehen. (www.pajulahti.com)

Wer mehr über das ein, andere oder alle Turniere wissen will, kann bei mir die Einladungen anfordern.

Vom 8. bis 11. Juli findet in Prag die zweite "Show Prague" statt. Der bisher einzige gemeldete deutsche Teilnehmer ist Reinhard Winkelgrund aus Cotttbus. Falls jemand Interesse an diesem Turnier hat schreibt mir bitte eine kurze Email, dann sende ich die Ausschreibungsunterlagen gerne zu.

Am 31. Juli veranstalten die Cottbusser Freunde ein kleines internationales Turnier. Dieses ist allerdings aufgrund der begrenzten Kapazitäten bereits ausgebucht.

Mit etwas Verspätung hier die wichtigsten Ergebnisse der Haninge Open, die vom 13. - 16.05. in Stockholm statt fanden. Der Wettbewerb stand wieder einmal ganz im Zeichen der holländischen Spieler, die sowohl bei den Damen als auch bei den Herren  den ersten Platz belegten.

Das Feld war mit insgesamt 49 Teilnehmern und fast allen Top-SpielerInnen sehr stark besetzt - nur die Slovenen, die ja in Italien beide Wettbewerbe für sich entscheiden konnten, fehlten. Aus Deutschland waren leider keine Spieler dabei.

Top-3 Damen:

  1. Danique van der Kaaij, Netherlands
  2. Hanna Vilmi, Finland
  3. Elvira Sjöblom, Sweden

Top-3 Herren

  1. Sven van de Wege, Netherlands
  2. Zebastian Modin, Sweden
  3. Juha Oikarainen, Finland

Zugegeben, Showdown ist ein schneller Sport und manchmal ist es auch als voll Sehender wirklich sehr schwierig genau zu erkennen, was passiert. Es erfordert viel Erfahrung und auch Gefühl, um als Schiedsrichter mehrheitlich richtige Entscheidungen zu treffen.

Gleich bei meiner ersten Begegnung mit Showdown wurde ich mit der Existenz des "In-and-out" Tors konfrontiert. Die Bedeutung ist schnell erklärt:

Wenn der Angreifer einen harten Ball schlägt und dieser hinter dem Schläger des Verteidigers über den Torraum hinweg läuft, kann es passieren, dass der Ball beim Überqueren der Toröffnung in diese eintaucht. Manchmal sieht es so aus als wäre der Ball im Tor gewesen und wieder heraus gesprungen. Das nennt man dann ein "In-and-out" Tor.

...Weiterlesen Die „In-and-out“ Legende und andere unmögliche Tore

Die vergangenen Wochen waren für den Showdown-Sport besonders erfreulich!

Dank des Einsatzes von Sabine L. und Torsten Resa fanden in Frankfurt und Würzburg Probetraings bzw. Workshops statt. Bei reger Beteiligung konnten wieder viele Sportler für Showdown begeistert werden.

Aufgrund der tollen Pressearbeit wurden auch längere Artikel zu Showdown veröffentlicht, die für eine nochmals größere Aufmerksamkeit sorgen.

Bericht in der Frankfurter Neuen Presse
Bericht in der Mainpost

...Weiterlesen Showdown in Frankfurt und Würzburg – und Mailand

Zum kalendarischen Frühlingsanfang am 20. März veranstaltete der Berliner Blinden- und Sehbehindertensportverein seine allererste Vereinsmeisterschaft im Showdown.
Veranstalter, Helfer und alle 14 Turnierteilnehmer waren mit Begeisterung bei der Sache, und das trug wesentlich zu der fröhlichen Stimmung und geselligen Atmosphäre bei.
Wir bedanken uns beim ABSV, in dessen Seminarräumen wir die zwei Platten aufstellen durften. Dadurch waren es ideale Turnierbedingungen. ...Weiterlesen Berliner Premiere

Letzten Sonntag verstarb Otto Jansen im Alter von nur 58 Jahren. Der Holländer engagierte sich seit vielen Jahren für Showdown in seiner Heimat, aber auch international. Er war auf unzähligen Turnieren als Schiedsrichter und Betreuer dabei - immer hilfsbereit und zuvorkommend. Ich selbst lernte Otto im vergangenen Jahr in Prag kennen, wo er mich als Schiedsrichter-Neuling unter seine Fittiche nahm. Dabei sah er über meine Fehler hinweg und motivierte mich dazu, mich auch künftig mehr für Showdown in Deutschland einzusetzen.

Otto, wir werden Dich vermissen.