Die erste Deutsche Meisterschaft ist zu Ende, die Meisterin ist gefunden und geehrt. Trotzdem will ich ihr an dieser Stelle noch einen extra Artikel widmen, da sie diesen Sieg auf eine ganz besondere Art und Weise errungen hat.

Schon nach ihrem Triumph beim Winterturnier in Berlin zeigte sich Antje selbst ganz überrascht von ihrem Erfolg. Niemand hatte sie damals so richtig auf der Rechnung für den Turniersieg, am allerwenigsten sie selbst. Für ihre Gegner änderte sich dieser Eindruck spätestens dann, als einer nach dem anderen gegen Antje verlor. Zunächst konnte das ja mit einem lapidaren "Glück gehabt" oder "ich hatte einen schlechten Tag" abgetan werden, aber als sie dann im Endspiel auch noch eine erfahrene und hochklassige niederländische Spielerin besiegte, waren allen klar, dass hier ein richtiger Champion gewonnen hat. Bis auf Antje selbst natürlich. ...Weiterlesen Antje S., erste Deutsche Meisterin im Showdown – eine Hymne

Der letzte Tag beinhaltete nur noch sechs ausstehende Matches der Finalrunde. Bereits am Samstagabend wurden die ersten drei Begegnungen der Finalrunde gespielt, so dass sich heute Morgen noch folgendes Bild bot. Antje, Reinhard und Jürgen lagen nach Spielpunkten gleichauf an der Spitze und wurden nur durch die Satzdifferenz getrennt. Dahinter kamen in sehr dichten Abständen Thomas, Andrea und Thorsten. Jeder konnte noch Deutscher Meister werden!

Vor den allerletzten Spielen hatten sich Antje und Reinhard abgesetzt. Antje lag hauchdünn vor Reinhard und drufte auch in ihrem letzten Spiel gegen Andrea nicht patzen. Reinhard hingegen mußte auf jeden Fall sein Spiel gegen Jürgen gewinnen und gleichzeitig auf einen Patzer von Antje hoffen. Sogar Thomas und Jürgen hatten noch theoretische Chancen auf den Gesamtsieg.

Antje zeigte aber auch in ihrem letzen Spiel keine Nerven und konnte sich gegen Andrea klar in zwei Sätzen durchsetzen. Reinhard mußte sich gleichzeitig Jürgen geschlagen geben, der ebenfalls in zwei Sätzen gewann.

Das bedeutet für die ersten zehn Plätze folgende Reihenfolge:

  1. Antje S., Deutsche Meisterin 2011
  2. Jürgen B.
  3. Thomas G.
  4. Reinhard W.
  5. Andrea V.
  6. Thorsten W.
  7. Reiner G.
  8. Mario K.
  9. Eli O.
  10. Stefan C.

Die restlichen Platzierung findet ihr hier.

Es war ein großartiges Turnier mit vielen begeisterten Spielerinnen und Spielern und einer Menge neu geschlossener Freundschaften. Die deutsche Showdown-Familie beginnt nicht nur zu wachsen, sondern sie beginnt auch zusammen zu wachsen! Hoffentlich war diese erste Deutsche Meisterschaft der Startschuss in eine aufregende Showdown-Zukunft. Laßt es uns anpacken!

Wir sehen uns wieder im nächsten Jahr und da werden die Karten bekanntlich ja neu gezinkt 🙂

Die erste Deutsche Meisterschaft im Showdown ist in vollem Gange. Bereits seit gestern, Freitag 16 Uhr, rollt der Ball im Hotel am See in Rheinsberg. Die Spielbedingungen im größten barrierefreien Hotel Deutschlands sind perfekt und auch Unterbringung und Verpflegung sind bestens.

Gespielt wird an vier Tischen nach einem minutiös vorbereiteten Spielplan. Gestern konnte bereits ein Großteil der Vorrunde "abgearbeitet" werden, sodass für heute morgen nur noch einige wenige Spiele übrig blieben. Die 16 Qualifikanten für die nächste Runde stehen nun fest und die Spielpläne für die nächste Vorrunde stehen fest. Bisher gab es keine großen Überraschungen - in der nächsten Runde sind u.a. Antje S., Thorsten W., Thomas G., Jürgen B., Mario K., Rainer G., Reinhard W., Stefan C., Andrea V., Eli, Bianca N., Hassan, Salih, Gabriele, Dietmar R....

Inzwischen ist es 14.30 Uhr und das Feld hat sich weiter verdichtet. Die besten acht Spieler stehen fest: Antje S., Jürgen B., Thomas G., Mario K., Reinhard W., Andrea V., Rainer, Thorsten W. Diese Spieler treten nun in gegeneinander in drei Gewinnsätzen an. Alle anderen Spieler spielen zur Zeit bereits die Platzierungen untereinander aus.

Die letzten sechs Teilnehmer der Finalspiele stehen fest. In hart umkämpften Sätzen haben sich folgende Spieler durchgesetzt: Antje S., Andrea V., Thorsten W., Reinhard W., Jürgen Beer, Thomas Giese. Das Spiel um den siebten Platz werden Rainer G. und Mario K. bestreiten.

Die Spiele um die anderen Platzierungen sind beendet und werden morgen bekannt gegeben.

Die erste Deutsche Meisterschaft im Showdown rückt näher und sicher wächst die Spannung und Nervosität sowohl bei Spielern, als auch bei den Organisatoren.

Für die Sportart ist die DM ein riesiger Schritt in eine viel versprechende Zukunft. Die Zahl der Spieler wächst schnell und stetig - mittlerweile ergeben sich sogar schon Versorgungsengpässe bei einigen Spielmaterialien. Wir wollen die DM nicht nur nutzen, um die beste Spielerin oder den besten Spieler zu finden, sondern haben uns vorgenommen die Selbstorganisation innerhalb der Showdown-Gemeinde voran zu treiben. Dazu wird es am Samstagabend ein Treffen mit Vertretern aller Standorte geben bei welchem wir zumindest die wichtigsten organisatorischen Fragen herausarbeiten sollten, selbst wenn diese nicht direkt entschieden werden können.

Es ist eine große Freude und auch eine Ehre, dass der Chairman der internationalen Showdown-Vereinigung Krister Olenmo bei unserem Turnier dabei sein wird. Krister ist nicht nur selbst ein hervorragender Showdown-Spieler, sonder auch ein Organisationsgenie, der den Sport in Schweden und auch international immens nach vorne gebracht hat. Er ist auch die treibende Kraft hinter den Anstrengungen, Showdown als paralympische Sportart zu etablieren.

Wir können in jeder Hinsicht viel von anderen Ländern, insbesondere auch von Schweden und Krister, lernen. Nutzt also die Möglichkeit mit Krister zu sprechen und laßt euch inspirieren. Falls jemand einen Übersetzer benötigt, stehe ich jederzeit zur Verfügung.

Krister kommt übrigens mit seiner 15jährigen Tochter Madleine, die ebenfalls ein Showdown-Crack ist. Vielleicht hat ja der ein oder die andere  Gelegenheit mit Madde (Spitzename) ein Sparrings-Match zu bestreiten.

So, falls noch Fragen zum Turnier bestehen, solltet ihr diese jetzt über die Mailing-Liste stellen, oder auch direkt an mich. Wir sehen uns ins Rheinsberg.

Viele Grüße, der Herbergsvater

von Reinhard Winkelgrund

Hallo SHOWDOWN-Freunde aus Deutschland!

Für mich habe ich das SHOWDOWN-Jahr 2011 mit der Teilnahme bei den Pajulahti Games vom 21. bis 23. Januar in Finnland eröffnet.

Die Reise nach Finnland musste ja schon viele Monate vor dem Turnier geplant und gebucht werden. Zum Glück hatten die Wettermacher nach diesen reichlichen Schneefällen Anfang Januar dann doch noch ein Einsehen mit uns, und so brachten uns die Bahn und der Flieger planmäßig am 20. Januar 2011 nach Helsinki. ...Weiterlesen Bericht: Pajulahti Games 2011

27.01.2011 Eli Osewald

Vom 21. bis 23.01.2011 fand der 1. Showdown-Workshop des Sportvereines Blau-Gelb in frankfurt am Main statt. Dort wird seit Ende August 2010 regelmäßig Tischball gespielt.

Teilgenommen haben:

  • 6 SpielerInnen und ein Schiedsrichter aus dem Frankfurter Verein
  • 1 Spieler und eine Schiedsrichterin aus Kassel
  • 4 SpielerInnen aus Mainz
  • 4 ReferentInnen des Berliner Blinden- und Sehbehinderten Sportvereines

Die Idee dieses Der Workshops entstand durch freundschaftlichen Kontakt zwischen Frankfurter und Berliner Spielern.  ...Weiterlesen Bericht: Showdown-Workshop Frankfurt (M)

Wie einige von euch vielleicht wissen, finden in Finnland gerade die großen Palujahti Games statt. Reinhard Winkelgrund aus Cottbus ist auch dabei und schlägt sich bisher in einer starken Konkurrenz sehr gut. Für die Interessierten hier ein Link zur Ergebnisseite:

Spielergebnisse

Zumindest für ein Jahr. Aber von vorne...

Bereits vor zwei Wochen, am 6. November, fand in Berlin der 2. Spreepokal statt. Mit 24 Teilnehmern aus  drei Ländern war dieses kleine Turnier eine erste Probe für die Deutsche Meisterschaften im kommenden Jahr. Zum ersten mal waren auch SpielerInnen aus  Frankfurt und Kassel dabei, ein Zeichen dafür, dass sich Showdown langsam aber sicher überregional etabliert.

Der Spreepokal wurde von Frank Larsen hervorragend vorbereitet und so konnte die Veranstaltung ohne Probleme durchgeführt werden. Es wurden sechs Gruppen mit jeweils einem gesetzten Spieler gebildet. Die restlichen Teilnehmer wurden den Gruppen zugelost. Wie es der Zufall wollte, spielten leider auch zwei Showdowner aus Frankfurt in einer Gruppe.

In der Vorrunde spielten zunächst alle Spieler einer Gruppe gegeneinander, wobei  die jeweils ersten und die beiden besten Zweitplatzierten in die Finalrunde kamen. Schon in der Vorrunde bestach  Antje durch unfassbare Ruhe und tolle Verteidigungsaktionen - sie gewann alle Spieler in ihrer Gruppe.  In der Finalrunde erwarteten viele,  dass sich Ingrid (Niederlande) oder einer der starken Tschechen durchsetzen würde. Auch Detlef und Torsten hatten in den ersten Spielen gute Leistungen gezeigt und konnten sich noch Hoffnungen auf den Turniersieg machen.

Doch auch in den folgenden Matches liess sich Antje nicht beirren und spielte weiter ihr Spiel. Nicht sehr druckvoll oder spektakulär,  aber dafür konstant ruhig, mit blitzschnellen Verteidigungsaktionen. Auf diese Weise schaffte sie es bis ins Finale gegen Ingrid, welches über drei Gewinnsätze gespielt wurde. Ingrid spielte ihr gewohnt kraftvolles Spiel und deckte Antje mit einer Angriffsserie nach der anderen ein. Mit einer eindrucksvollen Defensivleistung brachte Antje Ingrids aus dem Konzept und ihr gingen die Ideen aus. Mit gezielten und gut getimten Angriffen konnte Anje dann ihre Tore gegen eine sichtlich irritierte Favoritin machen. Am Ende stand ein klares 3:0. Herzliche Glückwunsch Antje zu diesem Sieg - in dieser Form kannst Du jederzeit auch international mithalten!

Auch für die Spieler, die es nicht in die Finalrunde geschafft haben, war das Turnier nicht zu Ende. Alle Plätze wurden ausgespielt und so hatte jeder Spieler am Ende mindestens sechs Spiele.

Andrea und Reinhard, beides sehr Top-Spieler, waren leider nicht in ihrer besten körperlichen Verfassung, aber es war toll, dass sie trotzdem mitgemacht haben. Vielen Dank auch an Benni, der viele Stunden in die Ausarbeitung des Spielplans und der Excel-Makros investiert hat. Insgesamt haben wieder viele Freiwillige bei der Organisation mitgeholfen und zum Erfolg des Turniers beigetragen.

Hier noch die komplette Ergebnisliste:

Gold 1   	Antje
Silber 2	Ingrid
Bronze 3	Peter B.
4	Thorsten
5	Detlef
6	Jan
7	Jaromir
8	Jörg
9	Andrea
10	Stefan C
11	Petr M
12	Thomas
13	Reinhard
14	Rainer
15	Bianka
16	Matthias
17	Peter
18	Silja
19	Helmut J
20	Eli
21	Siegfried
22	Marion
23	Cordula
24	Ingo

Vorankündigung: Vom 25. bis 27.03.2011 veranstaltet der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) in Rheinsberg bei Berlin die erste Deutsche Meisterschaft in Showdown. Dort treffen die besten Showdown-Spieler aus ganz Deutschland zusammen und werden nach einem harten Wettkampf den ersten Deutschen Meister in Showdown küren.

Fragen zur DM beantwortet beim DBSV:

Torsten Resa
Email: T.Resa@DBSV.org
Telefon: 030 - 28 53 87 - 281

Das Turnier in Berlin im November wirft seine Schatten voraus und obwohl natürlich der Spass im Vordergrund stehen soll, dachte ich, es wäre vielleicht sinnvoll, wieder einmal das Regelwerk zu beleuchten. Schließlich wollen wir bei dem Turnier die meiste Zeit mit spielen verbringen und weniger mit Diskussionen um Regeln und Abläufe. Dabei will ich besonders diejenigen ansprechen, die zum ersten mal an einem Turnier teilnehmen und Dinge ansprechen, die besonders häufig bei einem Turnier passieren - also praxisnah.

Falls beim Lesen Fragen entstehen oder offen bleiben, schickt mir diese bitte als Kommentar (unter dem Artikel) oder per Email an info@showdown-germany.de

Zeitlimit

Der genaue Turniermodus steht zwar noch nicht fest, aber es werden für die Vorrunde sicher mehrere Gruppen gebildet, in denen jeder gegen jeden spielen wird. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird es bei diesen Spielen aufgrund der knappen Zeit ein Zeitlimit für jeden Satz geben. Das bedeutet, dass ein Satz entschieden ist, sobald die Uhr abgelaufen ist, völlig unabhängig vom augenblicklichen Spielstand. Falls es gerade unentschieden steht wird eine Münze geworfen und der Gewinner erhält den Aufschlag. Der erste Punkt entscheidet den Satz (siehe Regel 2.8).

Aufschlag

Normalerweise wird vor Spielbeginn eine Münze geworfen, die entscheidet wer den ersten Aufschlag hat. Im zweiten Satz hat dann entsprechend der andere Spieler Aufschlag. Nach Anpfiff durch den Schiedsrichter dürft ihr euch nur 3 Sekunden Zeit mit dem Aufschlag lassen - da nehmen es manche Schiris ziemlch genau.

Seitenwechsel

Eigentlich eine einfache Sache, wird aber trotzdem immer wieder falsch gemacht. Gewechselt wird IMMER gegen den Uhrzeigersinn, damit es keine Unfälle gibt.Beim Seitenwechsel darf man sich erfrischen, auch mit Hilfe des Trainers. Bitte achtet darauf, dass ihr euch nicht weiter als einen Meter von der Platte entfernt. Für den Seitenwechsel ist eine Minute vorgesehen, dann sollten die Spieler weider spielbereit sein.

Spielbereit

Sobald der Spieler hinter seinem Tor in Spielposition geht, bedeutet das für den Schiedsrichter, dass er spielbereit ist. Dies wird beim nächsten Punkt wichtig.

Auszeit

Jeder Spieler darf pro Satz eine Auszeit von 60 Sekunden nehmen, die er entweder selbst oder oder sein Trainer beim Schiri anmelden muss. In dieser Zeit kann der Trainer mit seinem Spieler reden. ACHTUNG: Am besten ihr macht in der Auszeit einen Schritt zur Seite, um dem Schiedsrichter zu signalisieren, dass ihr nicht spielbereit seit.

Trainer

Ihr solltet auf jeden Fall eine Person als Trainer benennen bevor das Spiel beginnt. Der Trainer ist die einzige Person, mit der ihr während des Seitenwechsels und Auszeiten kommunizieren dürft. Der Trainer kann natürlich auch ein anderer Spieler sein.

Finger weg

Ein typischer Anfängerfehler, der aber bei besonders hoher Nervosität immer wieder auch bei erfahrenen Spielern zu sehen ist. Es dürfen keine Finger der Stützhand über das Fingerbrett in den Spielraum ragen. In der Regel führt das zu einem Punktabzug.

Zappelphillip

Einige Spieler gehen mit besonders viel Einsatz zu Werke, was dazu führt, dass die Platte langsam aber sicher durch den Raum wandert und immer wieder richtig durchgeschüttelt wird. Der Schiedsrichter wird einen solchen Spieler zunächst ermahnen und bei Wiederholung auch dies mit einem Punktabzug bestrafen.

Fair bleiben

Immer wieder passiert, dass besonders enthusiastische Spieler sich selbst anfeuern, oder auf sich selbst lautstark (oder zumindest hörbar) schimpfen. Das erinnert ein manchmal ein bisschen an die Zeiten von John McEnroe und Boris Becker beim Tennis. Das ist auch alles kein Problem, solange es den Gegner nicht stört oder beleidigt. Grundsätzlich sollte man sich jedoch im Griff haben und Gefühlsausbrüche während der Ballwechsel völlig vermeiden. Auch hier kann es Strafpunkte geben.

Sicher habe ich viele Dinge vergessen, die mir ganz offensichtlich erscheinen - vielleicht hat ja der ein oder andere erfahrene Spieler noch etwas, das er den Newcomern mit auf den Weg geben möchte.