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Division A 2025/2026 – Erster Spieltag mit ersten Ausrufezeichen

Deutliche Ergebnisse in vielen Spielen

geschrieben von Christian Siegemeyer

Das Maximilian-Maria-Kolbe-Haus in Viersen wurde am 22. und 23. November 2025 einmal mehr Schauplatz rasanten Showdowns, als acht Männer und sechs Frauen der Division A in die erste Runde gingen! Die Viersener sind auch in dieser Saison nicht in der obersten Spielklasse vertreten, haben aber einmal mehr sowohl einen herzlichen als auch einen professionellen Rahmen geboten!

Die Berlinerin Silke Larsen tritt in dieser Saison zum ersten Mal in der Division A an. Damit ist aber bereits jetzt klar, dass die Hauptstädterin ihr bestes nationales Ranking in ihrer Showdown-Laufbahn erreichen wird! Sie unterlag in allen Spielen ohne Satzgewinn, und so plattitüdenhaft der Satz „Sie hat gewonnen, und zwar an Erfahrung“ auch klingen mag, ist er doch zutreffend. Er greift allerdings zu kurz: Im ersten Satz gegen die mehrfache Deutsche Vizemeisterin Sabrina Schmitz zwang Larsen diese mit 12:14 in die Satzverlängerung, duellierte sich mit Riester, ebenfalls im ersten Durchgang, auf Augenhöhe (8:11) und machte schließlich auch Schmidt im zweiten Satz mit 7:11 das Leben gehörig schwer!

Die Kasselerin Birgit Riester hat besonders hart kämpfen müssen! Nachdem sie in ihrem ersten Spiel gegen Bettina Steffan (ebenfalls Kassel) in beiden Durchgängen erst in der Satzverlängerung unterlag, nahm sie ihren beiden Hamburger Folge-Kontrahentinnen zumindest noch jeweils einen Satz ab, bevor sie sich dann einen klaren Sieg gegen Larsen sicherte. Gegen Forke unterlag Riester zwar deutlich, doch ihre ersten drei knappen Niederlagen zeigen, dass bei ihr am finalen Spieltag „noch mehr gehen“ wird! Birgit Riester zeichnet aus, dass sie von Anfang bis zum Ende kämpft, so dass sie jederzeit das Rennen drehen kann!

Nachdem sich Bettina Steffan gegen Riester in zwei engen Sätzen nur knapp durchsetzen konnte und danach gegen Forke unterlag, dominierte sie gegen Larsen deutlich! Leider musste Steffan verletzungsbedingt nach dem ersten Satz gegen Schmidt den Spieltag abbrechen, allerdings zeigen ihre bis dahin erreichte Ergebnisse (zwei Siege), welche Spielklasse sie aufweist! Showdown Germany darf gespannt sein, ob sie am finalen Spieltag wieder einen Durchmarsch hinlegt und sich erneut an die Spitze kämpft. Steffans enormer Spielfokus ist ein Garant für spannungsgeladenes Showdown bis zur letzten Minute!

Jeder in Showdown Germany (sogar jeder Showdowner weltweit!) kennt Sabrina Schmitz‘ technisch hochwertiges Spiel. Dieses hat die Hamburgerin auch an diesem Wochenende gezeigt. Sie unterlag zwar Bianca Schmidt (ebenfalls Hamburg) in drei Durchgängen, beherrschte aber in ihren beiden nachfolgenden Matches ihre Gegnerinnen an der Platte. Sie legte zwar in den jeweils ersten Sätzen keinen so souveränen Start hin, wie man es sonst von ihr kennt, schaffte es aber auch dank ihrer langjährigen Erfahrung, gegen Larsen den zweiten Satz haushoch zu gewinnen und gegen Riester das Spiel zu drehen. Insgesamt ist Schmitz mit drei Siegen ein solider Auftakt gelungen.

Alle Showdowner freuen sich, wenn eine Newcomerin das Rennen macht! Diese Beschreibung passt sehr gut auf die junge Hamburgerin Bianca Schmidt, die bereits in der letzten Saison im Halbfinale der Top-Liga stand! In ihren ersten beiden Duellen wurde sie in den Entscheidungssatz gezwungen, ließ dann aber dort jeweils kaum etwas anbrennen. Gegen Forke kam Schmidt nicht an, errang dann aber wieder klare Siege gegen Larsen und Steffan. Schmidt freute sich über ihre vier Siege, mit denen sie auch in dieser Saison ein klares Ausrufezeichen gesetzt hat. Einem jeden Coach, der eine Gegnerin von ihr zur Seite steht, sei an dieser Stelle direkt eine Entmutigung mitgegeben: Wenn Bianca Schmidt innerlich doch mal aus dem Gleichgewicht kommen sollte (was kaum vorstellbar ist), wird derjenige das nicht sehen können, da sie nach außen hin die Ruhe in Person ist!

Anders als in der letzten Saison hat die amtierende Deutsche Vizemeisterin Melanie Forke an diesem ersten Spieltag nicht nur zwei, sondern gleich alle fünf Begegnungen für sich entschieden. Hierbei dominierte die Dortmunderin sehr souverän in ihren Matches gegen Larsen, Schmidt und Riester. Gegen Bettina Steffan gab sie den ersten Satz mit 9:11 ab, drehte das Spiel aber in den folgenden beiden Durchgängen ohne Gegenpunkt. Besonders hervorzuheben ist allerdings, dass sie zum ersten Mal in der Geschichte der Einzelliga gegen ihre ehemaligen Vereinskollegin Sabrina Schmitz (Hamburg) mit 11:9 und 11:8 triumphierte! Ihre verbesserten und erweiterten Showdown-Skills haben sich eindeutig ausgezahlt! Man sieht es ganz klar: Forke greift nun erst richtig an!

Der Bremer Antonius Reicksmann, einer der Aufsteiger aus der Division B der letzten Saison, lieferte sich mit seinem Teamkameraden Thomas Lehrmann ein heißes Gefecht, welches in den ersten beiden Sätzen keine Spannung missen ließ. Im entscheidenden Satz geriet Reicksmann dann aber ins Hintertreffen. Gegen Benjamin Samoray und Mohammed Taher Alharari (Berlin bzw. ebenfalls Bremen) konnte Reicksmann noch solide mithalten, wurde aber in seinen drei anschließenden Matches deutlich besiegt. Seinen letzten Kontrahenten zwang er im zweiten Durchgang in die Satzverlängerung, blieb dort jedoch ebenfalls ohne Tabellenpunkt. Reicksmanns Spiel zeichnet sich dadurch aus, dass seine druckvollen Schläge gleichermaßen gekonnt wie teilweise unvorhersehbar kommen, was für den Gegner eine echte Herausforderung darstellt. Reicksmanns Gegner am finalen Spieltag haben also noch etwas vor sich.

Alfons Vollmer ist eine Konstante in der Division A seit Beginn der Einzelliga. In seiner ersten Begegnung nahm der Paderborner seinen Kontrahenten Dennis Kapp (Moers) einen Satz ab, musste sich aber schlussendlich geschlagen geben. Nachdem Vollmer zwei Spiele ohne Satzgewinn bestritten hatte, legte er deutlich zu und gestaltete seine Begegnung gegen Deutschlands aktuelle Nummer Zwei Benjamin Samoray knapp (8:11, 8:12). Nach seinem ersten Satz gegen Taher Alharari sah es zunächst so aus, als hätte Vollmer diesem nicht viel entgegenzusetzen, doch dann erzielte Vollmer den Satzausgleich deutlich. Taher Alharari setzte sich dann allerdings im dritten Satz erneut durch, ebenso wie Thomas Lehrmann, dem Vollmer in zwei Durchgängen aber gut Paroli geboten hat. Als Vollmer gegen Reicksmann an die Platte ging, waren beide Sportler noch ohne Tabellenpunkt. Nachdem Vollmer sehr deutlich in Satzführung ging, stand er im folgenden Durchgang bei einem 2:10 mit dem Rücken an der Wand! Doch dann startete er eine fulminante Aufholjagd, schloss zum 10:10 auf und sicherte sich mit 13:10 den ersten Zähler für die Tabelle.

Nachdem sich der Bremer Thomas Lehrmann in der vergangenen Saison der eindeutige Primus in der Division B hervorgetan hat, wurde sein Abschneiden in der Runde der Top-16 mit besonderer Spannung erwartet. Nachdem er sich in den ersten beiden Sätzen gegen Reicksmann auf Augenhöhe duellierte, behielt er im dritten Satz haushoch die Nase vorn. In den folgenden vier Matches blieb Lehrmann hingegen ohne Satzgewinn und vermochte sein Können nicht vollumfänglich auf die Platte zu bringen. In seiner vorletzten Begegnung gegen Vollmer zeigte er aber, dass er sein Spiel bei Bedarf auch umstellen kann, und erspielte sich mit 11:8 und 11:7 seinen zweiten Siegpunkt. Auffällig an Lehrmanns Ergebnissen ist, dass er in vier seiner fünf Zwei-Satz-Niederlagen einen Satz nur sehr knapp, den anderen jedoch deutlich abgegeben hat. Dies zeigt, dass der erfahrene Spieler das Potenzial hat, am finalen Spieltag die Runde nochmal richtig aufzumischen!

Bislang hat Christian Siegemeyer (Dortmund) in der Division A fast immer eine „Klatsche“ nach der anderen bekommen. Seinem Vereinskameraden Kevin Barth hat er zum Auftakt aber zumindest den ersten Satz abgenommen, jedoch in seinem nachfolgenden Spiel gegen Dennis Kapp eine Lehrstunde erteilt bekommen. Gegen Vollmer sah es zunächst so aus, als würde Siegemeyer seine Serie an Klatschen wieder routiniert fortsetzen. Vollmer nutzte Siegemeyers Schwächen gekonnt aus und zwang ihn im ersten Satz in einen 0:7-Rückstand. Doch dann kam Siegemeyer zurück, drehte den Satz, und dominierte schließlich auch den zweiten Satz. In seinen beiden folgenden Begegnungen besiegte er seine beiden Mit-Aufsteiger Lehrmann und Reicksmann jeweils in zwei deutlichen Sätzen. Nachdem Siegemeyer dann wieder von Samoray zurechtgestutzt wurde, gelang ihm in seinem abschließenden Match gegen Taher Alharari zumindest noch ein Satzgewinn. Mit seinen drei Siegen hat Siegemeyer dreimal so viele (real gespielte) Spiele gewonnen wie in seinen allen vorherigen A-Divisionen zusammen.

Der durchsetzungsstarke Moerser Dennis Kapp war auch an diesem Wochenende kaum zu bremsen! Sein sehr eigener Spielstil ist kaum zu beschreiben, aber Kapps taktische Finesse sucht seinesgleichen: Findet er eine taktische Schwäche, dann gibt es kein Entkommen für den Gegner (der Autor dieser Zeilen weiß, wovon er redet…)! Seinen Einstiegspunkt gegen Vollmer musste er sich in drei Durchgängen hart erarbeiten, behielt aber gegen Siegemeyer, Reicksmann, Lehrmann und tatsächlich auch Taher Alharari mit seinem routinierten Spiel klar die Oberhand (lediglich gegen Lehrmann musste er im ersten Satz in die Verlängerung). Gegen Barth konnte er sich nur knapp nicht behaupten (8:11 im dritten Satz) und Samoray bremste ihn sogar deutlich aus. Aber die fünf Siege, die er eingefahren hat, zeigen, dass Dennis Kapp definitiv in die Division A gehört!

Der Vorjahres-Halbfinalist Kevin Barth (Dortmund) brauchte in seinem ersten Spiel gegen Siegemeyer ein wenig, um in das Turnier zu finden. So verlor er den ersten Satz mit 10:12 und stand danach mit 5:9 auf verlorenem Posten! Doch dann startete Barth eine fulminante Aufholjagd und erzielte den Satzausgleich mit 11:9. Im Entscheidungsdurchgang degradierte er mit seinem nun zu 100% vorhandenen Können Siegemeyer auf das Niveau eines Anfängers (12:1). Es folgte eine Siegesserie, in der er Vollmer und Reicksmann regelrecht zerlegte, sich gegen Kapp aber in drei Durchgängen den Tabellenpunkt erkämpfen musste (11:8 im dritten Satz). In seinen beiden härtesten Kämpfen gegen Taher Alharari und Samoray musste Barth sich im dritten Satz geschlagen geben.

Der amtierende Deutsche Vizemeister Benjamin Samoray lieferte sich gleich zu Beginn des Spieltages ein hitziges Gefecht mit Mohammed Taher Alharari (Bremen), in denen alle drei Durchgänge knapp ausgingen. Während er selbst von sich gesagt hat, dass er mit fortscheitendem Verlauf des Spieltages immer sicherer wurde, zeigen die Ergebnisse des Hauptstädters eine konstant erstklassige Leistung. Nach seiner Niederlage zum Einstieg marschierte er durch das Wochenende ohne weitere Niederlage und ging lediglich in seinem Abschlussduell gegen Kevin Barth in den Entscheidungssatz. Dieses Spiel hatte es allerdings in sich! Den ersten Satz sicherte sich Samoray gerade so mit 12:10, doch danach hatte er mit Barths extrem hartnäckiger Gegenwehr zu kämpfen, der sich in einer deutlichen Satzverlängerung mit 16:14 durchsetzte. Den Abschluss machte Samoray dann aber mit einem klaren 11:6.

Es ist keine Übertreibung, den Bremer Mohammed Taher Alharari gleichermaßen als einen der temperamentvollsten wie schlauesten Spieler zu bezeichnen, und dass diese Kombination brandgefährlich ist, weiß jeder, der bereits gegen ihn angetreten ist! Taher Alharari hatte aber insgesamt am meisten zu kämpfen. Gegen Samoray verliefen alle drei Durchgänge knapp, wobei Taher Alharari hier das glücklichere Händchen hatte. Seine beiden Vereinskameraden Lehrmann und Reicksmann bezwang er dann souverän, doch dann stoppte Kapp seinen Fluss in zwei Sätzen! Taher Alhararis letzten drei Spiele waren besonders hart umkämpft und gingen allesamt in die dritte Runde. Gegen Barth gewann er den ersten Satz mit 17:15! Doch wann immer es für Taher Alharari mal nicht gut lief, ist er jedes Mal wieder zurückgekommen.

Auffällig war an diesem Spieltag, dass die Tabelle einen überraschend klaren Zwischenstand hervorgebracht hat: Bei den Damen ist die klassische Siegverteilung zu verzeichnen und bei den Herren ist es nicht weit davon entfernt! Das bedeutet jedoch nicht, dass das alles entscheidende Schiedsrichter-Quintett einen leichten Job hatte: Markus Mans, Markus Meyer-Gehlen, Valeria Rapp, Viktoria Reul-Kallenberg und Jonas Riester leiteten alle Spiele mit einer Routine, die das sportliche Erlebnis erst richtig rund gemacht haben! Nils Hildebrandt koordinierte als Turnierleiter den reibungslosen Ablauf des Events! In jeder Saison ist auf den Standort Viersen Verlass, wenn es darum geht, großartige Turniere zu organisieren! Hildebrandts Mutter Regina und ein Team guter Seelen hat die Verköstigung aller Personen übernommen. Ihnen allen danken wir herzlich! Die Brötchen wurden gesponsort von der Fels Backmanufaktur. Auch ihr danken wir für diese tolle Unterstützung!

Es folgt der Zwischenstand der Tabellen:

Damen:

1. Melanie Forke (Dortmund, 5 Siege)
2. Bianca Schmidt (Hamburg, 4 Siege)
3. Sabrina Schmitz (Hamburg, 3 Siege)
4. Bettina Steffan (Kassel, 2 Siege)
5. Birgit Riester (Kassel, 1 Sieg)
6. Silke Larsen (Berlin, 0 Siege, letzte Saison in Division B)

Herren:

1. Mohammed Taher Alharari (Bremen, 6 Siege)
2. Benjamin Samoray (Berlin, 6 Siege)
3. Kevin Barth (Dortmund, 5 Siege)
4. Dennis Kapp (Moers, 5 Siege)
5. Christian Siegemeyer (Dortmund, 3 Siege, letzte Saison in Division B)
6. Thomas Lehrmann (Bremen, 2 Siege, letzte Saison in Division B)
7. Alfons Vollmer (Paderborn, 1 Sieg)
8. Antonius Reicksmann (Bremen, 0 Siege, letzte Saison in Division B)