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Spannungsgeladener Finaltag in der Division B Damen 2025/2026

Ledwig an der Spitze!

geschrieben von Christian Siegemeyer

Die Division B der Damen ging am 11. und 12. April 2026 in Hamburg in den Räumlichkeiten des BSVH in den finalen Spieltag. Auch in dieser Saison wurde die Division B der Damen nicht in voller Stärke ausgetragen, sondern lediglich mit zehn Sportlerinnen, die sich aber allesamt heiße Gefechte lieferten. Wie immer in der Showdown-Einzelliga erzählt jede Akteurin ihre ganz eigene sportliche Geschichte.

Die Chemnitzerin Kathrin Geithner war zum ersten Mal in ihrer Showdown-Laufbahn in der Division B dabei. Einen Sieg am Grünen Tisch nahm sie in den finalen Spieltag mit, errang aber keinen weiteren Tabellenpunkt. Sie nahm aber Andrea Rippich (Marburg) einen Satz ab und war knapp davor, gegen Anja Cirar ebenfalls einen Satz zu gewinnen. Sie hat sich mehr als wacker geschlagen und hat die Urkunde für den zehnten Platz mit nach Hause genommen.

Zofia Stachowiak (Viersen) bestritt ebenfalls ihre erste Division B und startete ohne Siegpunkt in die finale Runde. Doch diese sollte deutlich besser ausfallen! Nachdem sie ihr erstes Spiel noch deutlich verloren hat, hat sie mit 8:12 im Entscheidungssatz gegen Nooran Ahmad nur knapp verloren. Die spätere Aufsteigerin Anja Pfaffenzeller bezwang sie schließlich mit 6:11, 12:6 und 11:5 und besiegte Kathrin Geithner in zwei klaren Sätzen. Den dritten Zähler für die Tabelle erhielt sie kampflos, da Renata Kohn zu diesem Match nicht mehr antreten konnte. Stachowiaks Leistung war aber beachtenswert! Trotz ihrer drei Siegpunkte reichte es dann nur für den neunten Platz. Dieser ist der ranghöchste reguläre Abstiegsplatz.

Nooran Ahmad (Frankfurt) feierte ebenfalls ihr Debüt in der zweithöchsten Liga. Zwei Siege hatte sie bereits in der Tasche, als sie an diesem Wochenende ins Rennen ging. Nachdem sie gegen Stachowiak im ersten Durchgang mit 3:11 deutlich ins Hintertreffen geriet, glich sie im Anschluss mit 11:4 aus und setzte sich danach mit 11:8 durch. Dieser Sieg war entscheidend, denn Ahmad blieb bei drei Tabellenpunkten und war damit gleichauf mit Stachowiak, so dass sie durch den direkten Vergleich auf Platz acht landete. Der Klassenerhalt war damit geschafft. Beachtlich ist aber, dass sie in ihren letzten beiden Begegnungen gegen Rippich und Otto-Lange zunächst Satzliederlagen kassierte, sich aber im zweiten Durchgang enorm steigerte (jeweils 10:12). Wir dürfen mit Spannung abwarten, ob Nooran Ahmad sich in der nächsten Saison weiter steigern wird!

Andrea Rippich (Marburg) ging mit zwei Siegen an den Start. Sie verlor gegen ihre Vereinskameradin Kohn sowie der Frankfurterin Ledwig im ersten Satz nur knapp mit 9:12 bzw. 10:13 und nahm Pfaffenzeller sogar den ersten Durchgang deutlich ab. Gegen Ahmad setzte Rippich ihre ganze Erfahrung ein, wodurch sie die Aufsteigerin aus dem Süden mit 12:0 und 12:10 in die Schranken wies. Gegen Geithner brauchte Rippich dann sowohl ihre Erfahrung als auch ihren charakteristischen Kampfgeist, um ihr letztes Match mit 12:10, 10:12 und 12:4 nach Hause zu bringen.

Die Marburgerin Renata Kohn war an der Teilnahme an ihrem ersten Spieltag gehindert, ebenso an ihrem letzten Spiel. Somit hatte sie nur vier Spiele gehabt, um die Klasse zu halten. Dies hat Kohn geschafft, sie hat alle vier Spiele, an denen sie angetreten ist, gewonnen, wurde allerdings in drei dieser Spiele in den dritten Durchgang geschickt. Mit ihrem sechsten Platz hat Kohn ihren Verbleib in der Division B klar gesichert. Das Spannende hierbei: Hätte Kohn auch nur eins ihrer vier Spiele verloren, wäre sie auf Grund des direkten Vergleichs auf einem regulären Abstiegsplatz gelandet! Kohn hat sich aber durch eine Nervenstärke ausgezeichnet, die sie jedes Mal nach vorne brachte.

Brigitte Otto-Lange (Moers) reiste an diesem Wochenende mit zwei Siegen im Gepäck an. Sie legte direkt einen beachtlichen Start hin: Otto-Lange dominierte Geithner souverän, beeindruckte aber im nachfolgenden Spiel, indem sie der Favoritin für den Ligasieg Nadine Ledwig das Spiel in zwei klaren Sätzen abnahm! Auch gegen die Vorjahres-Topligistin Kohn gestaltete Otto-Lange das Spiel sehr eng mit 7:11, 11:7 und 8:11. Mit ihrem klaren Sieg gegen Ahmad und ihren fünf Zählern in der Tabelle erspielte sich Otto-Lange den fünften Platz. Sie hat bewiesen, dass sie sich mit Spielerinnen, die in der Division A gespielt haben, auf Augenhöhe duellieren kann.

Die Nürnbergerin Anja Cirar hatte am ersten Spieltag drei Siegpunkte erzielt. Nachdem sie an Pfaffenzeller in zwei Sätzen jeweils nur mit einem Tor Differenz verloren hat, bezwang sie Geithner und Ahmad in jeweils zwei Durchgängen. Auch gegen Kohn und Ledwig zeigte Cirar eine beachtliche Leistung. Sie schickte beide Kontrahentinnen in den dritten Satz, musste sich dort allerdings geschlagen geben (7:12 gegen Kohn, 4:11 gegen Ledwig). Mit fünf Siegen landete Anja Cirar wie im Vorjahr auf Rang vier.

Anja Pfaffenzeller (Chemnitz) bestritt ihre vierte Saison in der Division B, wobei sie bislang jedes Mal den siebten Platz erreichte. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass sie von Jahr zu Jahr gegen mehr Kontrahentinnen antreten musste: Beim ersten Mal war sie letzte (in jener Saison nahmen Corona-bedingt nur sieben Spielerinnen an der Division B teil), danach waren es neun Athletinnen, die angetreten waren und in der Vorsaison elf. In dieser Saison trat sie mit drei Tabellenpunkten den finalen Spieltag an und errang noch einmal drei Siege. Gegen Cirar musste sie in beiden Sätzen hart kämpfen (15:13, 12:10), gewann aber gegen Otto-Lange schon deutlicher. Gegen Rippich musste sie in den dritten Durchgang, wo sie sich dann allerdings klar durchsetzte. Obwohl sie gegen Stachowiak und Reicksmann ihre Matches verlor, rang sie beiden Gegnerinnen noch einen Satz ab. Mit sechs Siegen erreichte Anja Pfaffenzeller den dritten Platz und damit den Aufstieg in die Division A! Auch hier dürfen wir gespannt sein, ob sie ihre Leistung in der kommenden Saison weiter steigern wird.

Auch Martina Reicksmann ging dieses Wochenende mit drei Siegen an den Start, welche sie genau wie Pfaffenzeller auf sechs erhöhte. Gegen Ahmad und Geithner siegte die erfahrene Bremerin sehr deutlich, musste aber in ihrer letzten Begegnung gegen Pfaffenzeller bis zuletzt alles geben und sicherte sich mit dem berühmten Lucky Punch den Tabellenpunkt (11:5, 9:12, 12:10). Martina Reicksmann hat bereits in der Division A gespielt und ist mit sechs Punkten auf Rang zwei, da sie den direkten Vergleich gegen Pfaffenzeller für sich entschieden hat. Mit ihrem Biss an der Platte wird sie die Division A bereichern.

Nadine Ledwig (Frankfurt) startete dieses Wochenende mit den vollen vier Siegen aus ihrem ersten Spieltag. Nachdem sie in ihrem ersten Spiel ihren Durchmarsch fortgesetzt hat, wurde sie anschließend von Otto-Lange ohne Satzgewinn gestoppt. Doch danach setzte Ledwig ihre Siegesserie fort. In ihren letzten beiden Duellen wurde es jedoch knapp. Sie besiegte Reicksmann mit 11:9, 7:11 und 11:7 sowie Cirar mit 6:11, 12:9 und 11:4. Trotzdem bleibt festzuhalten, dass sich Nadine Ledwig mit acht Siegen vom restlichen Teilnehmerfeld klar abgesetzt hat (die Zweitplatzierte hat sechs Siege). Sie ist die einzige Absteigerin aus der Division A der Vorsaison, die den Wiederaufstieg geschafft hat.

Der Standort Hamburg hat einen sehr schönen Finaltag ausgerichtet. Hierfür sei dem Hamburger Team aufs Herzlichste gedankt! Es gab belegte Brötchen und Kuchen sowie Getränke. Regina Hildebrandt, die Mutter des Reginalleiters West Nils Hildebrandt, hat die Kuchen gebacken und an dem Wochenende die am Turniergeschehen beteiligten Personen mit den Leckereien versorgt. An sie geht ein besonderer Dank! Alle Anwesenden bedankten sich bei den Schiedsrichtern Gregor Lay, Christian Siegemeyer und Lennart Vulprecht. Dieses Turniers zeigt, wie dynamisch die Einzelliga-Ergebnisse sind!

Es folgt die finale Tabelle:
1. Nadine Ledwig (Frankfurt, 8 Siege, aufgestiegen in Division A, letzte Saison in Division A)
2. Martina Reicksmann (Bremen, 6 Siege, aufgestiegen in Division A, letzte Saison in Division A)
3. Anja Pfaffenzeller (Chemnitz, 6 Siege, aufgestiegen in Division A)
4. Anja Cirar (Nürnberg, 5 Siege)
5. Brigitte Otto-Lange (Moers, 5 Siege)
6. Renata Kohn (Marburg, 4 Siege, letzte Saison in Division A)
7. Andrea Rippich (Marburg, 4 Siege)
8. Nooran Ahmad (Frankfurt, 3 Siege)
9. Zofia Stachowiak (Viersen, 3 Siege, nächste Saison in Division C)
10. Kathrin Geithner (Chemnitz, 1 Sieg, nächste Saison in Division C)