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Nun war es wieder soweit, das Qualifikationsturnier zur Deutschen Meisterschaft lag vor uns. Für unsere Gruppe schon immer ein Höhepunkt, weil es uns ermöglicht, mit den besten Spielern Deutschlands zusammenzutreffen, was sich dieses Jahr im Besonderen zeigen sollte – dazu später mehr.

Wir haben uns dieses Jahr mit 4 Spielern gemeldet, die an dem Turnier auch teilnehmen konnten. Leider musste Jürgen kurzfristig absagen. So fuhren wir zu dritt in die Hauptstadt. Die Spieler waren Carsten, Matthias und Lutz, als Begleitpersonen sind Anne, Angelika und Roland mitgekommen, die uns sicher durch das Berliner S und U Bahn Netz manövrierten und uns auch während des Turniers betreuten und unterstützten.

Das Turnier begann um 10 Uhr und fand in der Paul-und-Charlotte-Kniese-Schule in Berlin statt. Das hieß für uns, 4 Uhr raus aus den Federn, um pünktlich vor Ort zu sein. Die Berliner Veranstalter um Thomas Giese hatten aber auch an uns denkend den Spielplan zusammengestellt. Aber die Zugfahrt, inklusive Verbindungen und einiger, schon am frühen Morgen angeheiterter Fußballfans, verlief perfekt, und so waren wir 9.45 Uhr vor Ort und konnten mit den Spielen beginnen. ...weiterlesen "Ostdeutsche Meisterschaft am 24.11.2012"

Am 1. September 2012 organisierte ein Team des BSSV Dortmund den ersten NRW-weiten Schiedsrichter Workshop für Showdown.

Vier interessierte Schiedsrichteranwärter/innen aus Münster, Bad Meinberg und Dortmund erhielten durch den international anerkannten Schiedsrichter Stefan Wimmer eine Einführung in das Regelwerk und den Ablauf eines Showdownspiels. Außerdem nahm noch eine Dortmunder Studentin am Workshop teil, um die Grundlagen der Tätigkeit als Score Keeper zu lernen. ...weiterlesen "Erster Schiedsrichter Workshop in NRW"

Für Neulinge, aber auch für interessierte Profis hat Moritz Klotz (Uni Potsdam) einen "Showdown-Leifaden" verfasst. Er ist sehr ausführlich geschrieben und vorallem der Teil der "Erwärmung" ist jedem Spieler ans Herz zu legen. Das PDF könnt ihr Lehrbuch-Showdown. Viel Spass beim Schmöckern.

Das Turnier in Berlin im November wirft seine Schatten voraus und obwohl natürlich der Spass im Vordergrund stehen soll, dachte ich, es wäre vielleicht sinnvoll, wieder einmal das Regelwerk zu beleuchten. Schließlich wollen wir bei dem Turnier die meiste Zeit mit spielen verbringen und weniger mit Diskussionen um Regeln und Abläufe. Dabei will ich besonders diejenigen ansprechen, die zum ersten mal an einem Turnier teilnehmen und Dinge ansprechen, die besonders häufig bei einem Turnier passieren - also praxisnah.

Falls beim Lesen Fragen entstehen oder offen bleiben, schickt mir diese bitte als Kommentar (unter dem Artikel) oder per Email an info@showdown-germany.de

Zeitlimit

Der genaue Turniermodus steht zwar noch nicht fest, aber es werden für die Vorrunde sicher mehrere Gruppen gebildet, in denen jeder gegen jeden spielen wird. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird es bei diesen Spielen aufgrund der knappen Zeit ein Zeitlimit für jeden Satz geben. Das bedeutet, dass ein Satz entschieden ist, sobald die Uhr abgelaufen ist, völlig unabhängig vom augenblicklichen Spielstand. Falls es gerade unentschieden steht wird eine Münze geworfen und der Gewinner erhält den Aufschlag. Der erste Punkt entscheidet den Satz (siehe Regel 2.8).

Aufschlag

Normalerweise wird vor Spielbeginn eine Münze geworfen, die entscheidet wer den ersten Aufschlag hat. Im zweiten Satz hat dann entsprechend der andere Spieler Aufschlag. Nach Anpfiff durch den Schiedsrichter dürft ihr euch nur 3 Sekunden Zeit mit dem Aufschlag lassen - da nehmen es manche Schiris ziemlch genau.

Seitenwechsel

Eigentlich eine einfache Sache, wird aber trotzdem immer wieder falsch gemacht. Gewechselt wird IMMER gegen den Uhrzeigersinn, damit es keine Unfälle gibt.Beim Seitenwechsel darf man sich erfrischen, auch mit Hilfe des Trainers. Bitte achtet darauf, dass ihr euch nicht weiter als einen Meter von der Platte entfernt. Für den Seitenwechsel ist eine Minute vorgesehen, dann sollten die Spieler weider spielbereit sein.

Spielbereit

Sobald der Spieler hinter seinem Tor in Spielposition geht, bedeutet das für den Schiedsrichter, dass er spielbereit ist. Dies wird beim nächsten Punkt wichtig.

Auszeit

Jeder Spieler darf pro Satz eine Auszeit von 60 Sekunden nehmen, die er entweder selbst oder oder sein Trainer beim Schiri anmelden muss. In dieser Zeit kann der Trainer mit seinem Spieler reden. ACHTUNG: Am besten ihr macht in der Auszeit einen Schritt zur Seite, um dem Schiedsrichter zu signalisieren, dass ihr nicht spielbereit seit.

Trainer

Ihr solltet auf jeden Fall eine Person als Trainer benennen bevor das Spiel beginnt. Der Trainer ist die einzige Person, mit der ihr während des Seitenwechsels und Auszeiten kommunizieren dürft. Der Trainer kann natürlich auch ein anderer Spieler sein.

Finger weg

Ein typischer Anfängerfehler, der aber bei besonders hoher Nervosität immer wieder auch bei erfahrenen Spielern zu sehen ist. Es dürfen keine Finger der Stützhand über das Fingerbrett in den Spielraum ragen. In der Regel führt das zu einem Punktabzug.

Zappelphillip

Einige Spieler gehen mit besonders viel Einsatz zu Werke, was dazu führt, dass die Platte langsam aber sicher durch den Raum wandert und immer wieder richtig durchgeschüttelt wird. Der Schiedsrichter wird einen solchen Spieler zunächst ermahnen und bei Wiederholung auch dies mit einem Punktabzug bestrafen.

Fair bleiben

Immer wieder passiert, dass besonders enthusiastische Spieler sich selbst anfeuern, oder auf sich selbst lautstark (oder zumindest hörbar) schimpfen. Das erinnert ein manchmal ein bisschen an die Zeiten von John McEnroe und Boris Becker beim Tennis. Das ist auch alles kein Problem, solange es den Gegner nicht stört oder beleidigt. Grundsätzlich sollte man sich jedoch im Griff haben und Gefühlsausbrüche während der Ballwechsel völlig vermeiden. Auch hier kann es Strafpunkte geben.

Sicher habe ich viele Dinge vergessen, die mir ganz offensichtlich erscheinen - vielleicht hat ja der ein oder andere erfahrene Spieler noch etwas, das er den Newcomern mit auf den Weg geben möchte.

Die IBSA hat zum ersten mal ein europäisches Ranking System für Showdown erarbeitet. Rückwirkend werden die folgenden gespielten Turniere ab 2009 berücksichtigt:

  • European Top Twelve 2009
  • National Championships 2009 or 2010
  • Para Games Breda 2009 October
  • 3rd International Tournament Milan 2010 April
  • Haninge Open 2010 May
  • Show Prague 2010 July
  • European Championships 2010 August

Turniere werden dabei in vier Kategorien eingeteilt, um die Wertigkeit abzubilden.

  • Kategorie 1: Nationale Turniere
  • Kategorie 2: Internationale Turniere mit einer Beteiligung von 3 bis 5 Ländern
  • Kategorie 3: Internationale Turniere mit einer Beteiligung von mehr als 5 Ländern
  • Kategorie 4: European Top Twelve, European Championships, World Championships

Der Punkteschlüssel ist dabei folgendermaßen:

Kategorie: K4 K3 K2 K1
01: 400 300 200 100
02: 320 240 160 080
03: 240 180 120 060
04: 200 150 100 050
05: 180 135 090 045
06: 160 120 080 040
07: 144 108 072 036
08: 128 096 064 032
09: 112 084 056 028
10: 104 078 052 026
11: 096 072 048 024
12: 088 066 044 022
13: 080 060 040 020
14: 072 054 036 018
15: 064 048 032 016
16: 060 045 030 015
17: 056 042 028 014
18: 052 039 026 013
19: 048 036 024 012
20: 044 033 022 011
21: 040 030 020 010
22: 036 027 018 009
23: 032 024 016 008
24: 028 021 014 007
25: 024 018 012 006
26: 020 015 010 005
27: 016 012 008 004
28: 012 009 006 003
29: 008 006 004 002
030: 004 003 002 001

(Bitte gebt mir Bescheid, falls diese Liste besser lesbar in Tabellenform ist)

Dieses System zusammen mit der aktuellen Rangliste wird ab sofort auch auf den Websites  von Showdown Sweden und der IBSA veröffentlicht.

Zugegeben, Showdown ist ein schneller Sport und manchmal ist es auch als voll Sehender wirklich sehr schwierig genau zu erkennen, was passiert. Es erfordert viel Erfahrung und auch Gefühl, um als Schiedsrichter mehrheitlich richtige Entscheidungen zu treffen.

Gleich bei meiner ersten Begegnung mit Showdown wurde ich mit der Existenz des "In-and-out" Tors konfrontiert. Die Bedeutung ist schnell erklärt:

Wenn der Angreifer einen harten Ball schlägt und dieser hinter dem Schläger des Verteidigers über den Torraum hinweg läuft, kann es passieren, dass der Ball beim Überqueren der Toröffnung in diese eintaucht. Manchmal sieht es so aus als wäre der Ball im Tor gewesen und wieder heraus gesprungen. Das nennt man dann ein "In-and-out" Tor.

...weiterlesen "Die „In-and-out“ Legende und andere unmögliche Tore"

Im Zuge Weltmeisterschaften in Schweden wurde eine neue Interpretation der Regel 4.7 "Punkt bekommt ein Spieler, wenn sein Gegner den Ball stoppt, das Spiel aber nicht
innerhalb von 2 Sekunden weiterführt." eingeführt, die sehr differenziert angenommen wurde.

Nach der neuen Auslegung darf ein Spieler den Ball stoppen und anschliessend bis zu 5 mal sich selbst vorlegen bevor er zum Abschluss kommt. Das bedeutet, dass sich die 2 Sekunden einzig auf den Zeitraum des Stoppens beziehen und nicht auf die Vorbereitung des Angriffs. Natürlich ist dies keine Freikarte, um Spielverzögerungen zu erzeugen - ein solcher Versuch wird sofort bestraft.

Ich bin der Meinung, dass diese Interpretation eine Verbesserung der bisherigen Auslegung ist. Es werden dem technisch versierten Spieler damit völlig neue Möglichkeiten gegeben seinen Angriff zu planen und durchzuführen. Dem taktischen Element des Spiels kommt eine wesentlich gößere Bedeutung zu.

Die schwedischen Organisatoren haben dazu aufgefordert, diese neue Interpretation in alle Teilnehmerländer zu tragen und dort zu praktizieren.